| Nachtrag zu unserer Reise Marokko 2026 - Unsere neuen Verkaufspferde kommen bald! Vermutlich fragst Du Dich schon, wann unsere im Februar 2026 in Marokko gekauften neuen Verkaufspferde endlich bei uns eintreffen ... Leider ist es dieses Jahr zu Verzögerungen gekommen. Eigentlich hätten meine vier neuen Pferde bereits im Juni oder spätestens Juli bei uns ankommen müssen. Leider gab es bei der SOREC wieder einmal Personalwechsel. Im Klartext: Die Mitarbeiter, die bisher fachmännisch alles von der Quarantäne bis zur Ausstellung der Pässe für uns erledigt haben, wurden durch neue Mitarbeiter ersetzt, die noch keine Erfahrung haben. Leider! Aber jetzt wird die Quarantäne bald beendet sein und unsere Pferde sollten irgendwann im September 2026 endlich in Frankreich ankommen, wo wir sie dann abholen oder liefern lassen können. Ich freue mich schon sehr auf diese Schönheiten und zeige Dir hier schon einmal ein erstes Video sowie einige Fotos. Bei den Pferden handelt es sich um eine 7-jährige Falbstute, eine 5-jährige Mausfalbstute, eine 3-jährige Palomino-Stute und eine 2-jährige Rappstute. Bald gibt es mehr Informationen über die Araber-Berber-Stuten. Bis bald ... Daniela |
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| ___________________________________________________________________________________________________ Nachtrag zu unserer Reise Marokko 2026 - Mansoura's Heimkehr! Vielleicht kannst Du Dich noch an das kleine Welpenmädchen Mansoura erinnern, welches wir auf dem Souk in Khemissett gefunden hatten? Hier ist das Ende von Mansoura's Geschichte in Marokko, respektive der Anfang ihres neuen Lebens in der Schweiz ... Im Februar 2026 haben wir unsere kleine Mansoura bei Nicole Racine im Gite animalier l'espoir région Essaouira in Pension gelassen, damit sie die Serologie, die nötigen Untersuchungen und Impfungen erhält. Ende Juli endlich haben mich der Tierarzt Adnan und Nicole darüber informiert, dass Mansoura jetzt ausreisebereit ist und wir sie holen können. Nun musste ich nur das die Sondergenehmigung des Bundesamts für Veterinärwesen zur Einfuhr von Hunden aus einem Drittland (sprich Tollwutrisikoland) beantragen. Die Genehmigung wurde uns ziemlich schnell erteilt. Dann habe ich bei Adnan eine IATA-Kiste bestellt, damit Nicole Mansoura bereits daran gewöhnen kann. Anschliessend konnten wir endlich unsere Flüge und den Platz für Mansoura im Flugzeug buchen. Auch da musste ich wieder tausend Fragen beantworten und zum Schluss konnte ich nur einen provisorischen Platz reservieren. Auch bezahlen des Platzes wäre nur direkt am Royal Air Maroc Schalter in Genf möglich gewesen! Im Ganzen habe ich mehrere Stunden am Telefon verbracht. Auch Nicole hat bereits vor unserem Abflug begonnen, die nötigen Papiere bei der ONSSA (marokkanische Behörde für den Export von Hunden) zu beantragen. Wie Du vielleicht gelesen hast gehört Mansoura bereits seit ihrem Aufenthalt bei Nicole meiner Kollegin Stephi. Also muss Stephi mich auf jeden Fall nach Marokko begleiten, um die Papiere zu unterzeichnen und Mansoura bei ihrem Flug zu begleiten. |
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| Montag, 3. August 2026 - Tag 1 Um 02h00 fahren wir los nach Genf zum Flughafen. Wir, das heisst Stephi (die Besitzerin von Mansoura), meine Mitarbeiterin Ailen und ich selbst. Stephi fährt und ich bin froh, dass ich mich noch ein Stündchen ausruhen kann. Im Gepäck haben wir alles für Mansoura, wenig für uns und natürlich die wichtigen Papiere für den Import. Unser Flieger geht um 06h00. Da wir bereits online eingecheckt haben und nur mit Handgepäck reisen bleibt uns eine Menge Zeit bis zum Abflug. Der Flieger hebt pünktlich ab und wir kommen um 08h20 am Flughafen Menara in Marrakesch an. Da der Platz im Flugzeug für Mansoura bisher nur mündlich reserviert ist gehe ich zum Royal Air Maroc Schalter am Flughafen, um die Buchung definitiv zu machen und zu bezahlen. Wie üblich schickt man mich von einem Schalter zum nächsten ... entweder kann oder will man mir nicht helfen oder der Schalter ist geschlossen, weil erst ab 09h00 geöffnet (jetzt ist bereits 09h30!!!). Irgendwann gebe ich auf und wir gehen - ohne eine dringend benötigte Zigarette - auf die Suche nach unserem Mietfahrzeug. Obwohl ich immer bei der gleichen Gesellschaft anmiete ist es dieses Mal wieder anders. Irgendwann werden wir von einem Shuttle abgeholt und in eine Autovermietung in der Stadt gefahren. Ich bin langsam ein bisschen genervt. Wir haben schon mehr als 1.5 Stunden Verspätung und eigentlich wollte ich noch die Papiere bei der ONSSA klarmachen heute. Aber wir sind in Marokko und so übe ich mich mal wieder in Geduld! Irgendwann - nach ein bisschen Drohung meinerseits, dass es noch andere Autovermietungen gäbe - erhalten wir endlich unser Mietauto und können losfahren Richtung Essaouira, also etwa 3.5 Autostunden entfernt. Zum Glück ist wenig los auf den Strassen Marrakesch's und wir kommen gut vorwärts. Bald sind wir auf der Schnellstrasse und Stephi entdeckt die trockene, aber trotzdem schöne Gegend. Etwa um 13h30 kommen wir endlich in Essaouira an. Ich bin nie im Sommer in Marokko und staune, wieviel los ist hier. Mein üblicher Parkplatz am Hafen ist total überfüllt und so müssen wir auf einen wesentlich weiter entfernten Parkplatz ausweichen. Dort hat es zum Glück Platz. Also schleppen wir unsere Habseligkeiten quer durch die Medina bis zu unserem tollen Riad Maison du Sud, welches noch ein 3er-Zimmer für uns freigehalten hat. Das Riad ist wie immer eine Oase des Friedens. Wir checken ein und richten uns rasch im Zimmer ein. Allerdings sind wir mittlerweile richtig hungrig. Beim Durchqueren der Medina habe ich ein kleines Restaurant (mir unbekannt, da ziemlich neu) entdeckt. Also gehen wir schnell in die kleine Gasse und freuen uns, dass im *Casa* die traditionelle Suppe Harira angeboten wird. Für Stephi - die was das Essen angeht etwas wählerisch ist - finden wir tatsächlich Spaghetti Bolognese. Dazu gibt's natürlich leckeren Minzetee. Die beste Harira, die ich je in Marokko gegessen habe ... Ailen und ich sind glücklich! Und als Dessert schenkt uns die Wirtin einen leckeren Yoghurt mit Honig! Schau rein, wenn Du einmal dort bist ... es lohnt sich. |
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| Nach dem
Essen machen wir uns auf den Weg zu Nicole's Gite etwa 30 km oberhalb
von Essaouira. Die letzen paar Kilometer müssen wir mit 10 km/h auf
einer sehr steinigen Piste fahren. Natürlich verfahren wir uns auf
diesen Pisten, finden Nicole aber mit etwas Hilfe dann doch noch. Und
nun kann Stephi endlich ihre neue Hündin kennenlernen. Ich bin neugierig, ob mich Mansoura nach so langer Zeit noch erkennt. Sie hat ja damals nur 2 Tage mit Larina und mir verbracht ... Aber Mansoura begrüsst mich freudig und ich bin überrascht, wie gross und wunderschön sie geworden ist. Natürlich freue ich mich auch Nicole wieder zu treffen. Mansoura reagiert sehr gut auf Stephi, was mich natürlich freut. Sie wird ein tolles Zuhause bei Stephi haben! Wir verbringen ein paar Stunden im Gite und lernen noch einige anderen Hunde kennen. Wenn Du (oder jemand, den Du kennst) einem Hund aus Nicole's Gite ein Zuhause geben möchtest, darfst Du mich natürlich gerne kontaktieren. Hier ein paar Eindrücke aus dem Gite ... |
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| Irgendwann wird es Abend und wir möchten uns noch den
Sonnenuntergang von der Festung aus ansehen, ein wenig durch die Medina
schlendern und anschliessend in meinem Lieblingsrestaurant zu Abend
essen. Also verlassen wir Mansoura, Nicole mit ihren tollen Hunden und
kehren nach Essaouira zurück. Jetzt hat es Platz im Parkplatz am Hafen,
was mich sehr freut. Nach einer erfrischenden Dusche im Riad (es ist wirklich heiss hier in Marokko) schauen wir uns ein wenig in der Medina um. Stephi entdeckt viel Neues. Dann gehen wir zur Festung und bewundern wie Tausend andere Menschen den tollen Sonnenuntergang. Anschliessend freue ich mich auf ein leckeres Essen im Laayoune. Ich mache mir ein bisschen Sorgen, dass wir in diesem typisch marokkanischen Restaurant kein Essen für Stephi finden, aber sie haben Hähnchen mit Pommes, was Stephi passt. Ailen und ich essen leckere Tajine. Nach einem wie immer tollen Abendessen nehmen Ailen und ich noch einen Verveine-Tee, damit wir anschliessend auch bestimmt gut schlafen können. Zurück im Riad will ich eigentlich noch meine Reels erstellen ... leider stimmt irgendetwas mit dem Wlan nicht. Also verschiebe ich es auf morgen und gehe ins Bett. |
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| Dienstag, 4. August 2026 - Tag 2 Der heutige Tag gehört den Ämtern! Und da ich weiss, dass Ämter in Marokko noch langsamer und komplizierter funktionieren als bei uns möchte ich mir genug Zeit reservieren. Ausserdem muss ich immer noch eine Filiale der Royal Air Maroc finden, damit ich nun endlich den Platz für Mansoura im Flieger definitiv buchen und bezahlen kann. Also stehen wir nicht zu spät auf, geniessen das reichhaltige Frühstück im Riad und machen uns anschliessend auf den Weg zur ONSSA, um die Exportpapiere für Mansoura fertigzustellen. Das Gebäude der ONSSA ist ziemlich leicht zu finden. Weniger einfach ist es, den Verantwortlichen auf diesem Amt für unser Vorhaben zu finden. Aber irgendwann *landen* wir dann bei Fatima, welche für die Erstellung von Mansoura's Papieren verantwortlich ist. Etwa 30 Minuten später sind wir fertig und möchten bezahlen. Leider geht das aber so nicht. Bezahlen müssen wir bei der *Trésorerie*, also einer Art Bank irgendwo anders in Essaouira. Also fahren wir mit unserer Quittung zu dieser *Trésorerie*. Dort informiert man uns darüber, dass wir nicht bei ihnen, sondern bei der ONSSA bezahlen müssten (da kommen wir ja gerade her und wurden zum Bezahlen hierhin geschickt!!!) ... Nachdem ich ein bisschen *rummotze*, laut werde und den Vorgesetzten verlange werden wir zum Warten nach draussen geschickt mit der Aussage, man werde sich um unser Anliegen kümmern. Einige Zigaretten später dürfen wir dann tatsächlich bei der *Trésorerie* bezahlen *grins*. Mit der Quittung der Bezahlung müssen wir nun wieder zur ONSSA fahren, damit Stephi Mansoura's Dokumente unterzeichnen kann. Gesagt - getan. Wenig später verlassen wir tatsächlich die ONSSA mit den unterzeichneten und vom Amt abgestempelten Exportpapieren für unsere Hündin! Halleluja!!! Und es hat nur einen Vormittag gedauert (sorry Sarkasmus). Zurück vor den Mauern der Altstadt ist unser Parkplatz leider schon wieder übervoll und gesperrt. Also zurück zum viel weiter entfernten Alternativ-Parkplatz. Wir müssen immer noch den Platz im Flieger für Mansoura defintiv buchen und langsam drängt es. Ailen hat eine Filiale der Royal Air Maroc in der Medina gefunden und wir eilen rasch den Stadtmauern entlang dorthin, um noch vor der Schliessung am Mittag in der Filiale zu sein. In der Filiale der Royal Air Maroc informiert man mich darüber, dass KEIN Platz für eine Hündin auf unserem Flug vorreserviert sei. Na super!!! Aber der nette Mann schaut nach und es hat noch Platz. Also schnell buchen und bezahlen. Das Ticket für Mansoura ist nur wenig günstiger als unseres! Aber was solls ... sie muss in die Schweiz. Es ist schon wieder Nachmittag und wir schlendern gemütlich durch die Medina auf der Suche nach ein paar Dingen, welche ich meiner Freundin mitbringen soll. Gewürze, Arganöl, hochwertigen Safran, Sandalen und für mich Karkade, Kreuzkümmel und ein Olivenholzbrett sowie Zigaretten für Nicole *smile*. Auch Ailen möchte sich noch ein paar Dinge kaufen. Auch Stephi möchte ihrer kleinen Tochter etwas mitbringen. Aber zuerst müssen wir etwas essen und kehren zum netten kleinen Restaurant *Casa* und zur besten Harira zurück. Wieder werden wir zuvorkommend bedient und erhalten ein gratis Dessert. Eigentlich möchte ich spätestens um 15h00 losfahren, um Mansoura zu holen ... Aber in Marokko läuft es meistens anders. Wir checken aus, lassen unser Gepäck aber noch im Riad und gehen los, um unsere Geschenke zu kaufen. Auch Stephi entdeckt nun ein paar Dinge, die ihr gefallen und kauft Kleider für sich und süsse Schuhe für ihre Tochter. Ailen und ich möchten noch zum *Herboriste* Mohammed gehen, um uns mit Kräutern, Arganöl und Tee einzudecken. Bei Mohammed geht man allerdings nicht einfach schnell einkaufen ... Zuerst wird begrüsst (wir haben uns ja ein halbes Jahr nicht gesehen), dann gibt's Thé Royale (natürlich frisch gemischt und zubereitet) und erst dann wird die Bestellung aufgegeben. Die Zeit vergeht schnell, es ist angenehm kühl in Mohammed's Laden und natürlich bleiben wir viel zu lange. Nun müssen wir nur noch einen Koffer kaufen, um die ganzen gekauften Dinge zurück in die Schweiz zu transportieren. Wir hinken schon ein paar Stunden hinter meinem Zeitplan her und entscheiden uns, dass Stephi und ich zum entfernten Parkplatz gehen, während Ailen unser Gepäck beim Hotel abholt und noch etwas marokkanisches Gebäck in der tollen Confiserie nahe beim Hotel für meinen Mann Urs kauft. Wir wollen uns vor dem überfüllten Parkplatz beim Hafen wieder treffen. Also los! Während Ailen rennt fahren Stephi und ich mit unserem Mietauto im Kreis durch die Stadt, denn anhalten und irgendwo am Strassenrand warten ist nicht. Irgendwann hat ein Parkeinweiser Erbarmen mit mir und lässt mich ein paar Minuten am Strassenrand auf Ailen warten. Ailen kommt und wir können endlich los. Wir brauchen nur noch ein Tierbedarfsgeschäft, um ein paar Dinge für Mansoura zu kaufen. Google sucht und findet. Das Geschäft ist etwa so gross wie meine Hosentasche, aber wir finden dort alles, was wir brauchen für die nächsten 2 Tage bis zum Abflug ... ein paar Dosen Futter, einen Fress-/Trinknapf, eine Decke für die Transportkiste, ein paar Robidog (gibt es nicht, versteht auch keiner, weshalb das nötig ist ... aber man gibt uns - Google-Übersetzer sei Dank - schlussendlich ein paar Plastiksäckli) und schon sind wir unterwegs zu Nicole's Gite. Wir bedanken uns herzlich bei Nicole, die sich so liebevoll um Mansoura gekümmert hat und übergeben ihr die Zigaretten, welche ich ihr schenken möchte, was mich ziemlich viel Überzeugungsarbeit kostet *grins*. Keine Ahnung, ob die riesige IATA-7-Kiste in unser Auto passt. Sie passt rein, aber nur, wenn wir all unser Gepäck in die Kiste stopfen. Dann endlich darf Stephi ihre Hündin anleinen und mitnehmen. Langsam werde ich ein bisschen nervös, weil es schon 18h30 ist und ich eigentlich bereits um 15h00 hätte losfahren wollen, um nicht bei Nacht die Villa Canella suchen zu müssen! |
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| Endlich geht's los und wir fahren - zuerst natürlich wieder über
die wunderbare Piste - mit unserer Mansoura neben Stephi auf dem
Rücksitz zurück Richtung Marrakesch. Da es im Moment keine
Nonstop-Flüge der Royal Air Maroc von Marrakesch aus gibt, habe ich
mich aus Rücksicht auf Mansoura dazu entschieden, einen Direktflug ab
Casablanca zu buchen. Damit wir am Donnerstag bereits ein bisschen näher am Abflugort Casablanca sind und Stephi einen Tag Zeit hat, Mansoura besser kennenzulernen habe ich mich entschieden, einen Tag in der wunderschönen, friedlichen und total ummauerten Villa Cannella ausserhalb von Marrakesch zu verbringen. Philippe, der Besitzer dieser Villa, hat uns freundlicherweise erlaubt den Hund mitzubringen und uns die gesamte Villa zu einem Sonderpreis vermietet. Wir werden dort also total alleine sein. Die Villa Cannella ist etwa 3.5 Autostunden von Essaouira entfernt und eigentlich wollte ich bei Tageslicht dort ankommen, weil der Ort nicht ganz einfach zu finden ist und ich nicht gerne nachts in Marokko fahre. Das klappt nun definitiv nicht ... Schon bald wird es dunkel und ich immer müder. Ailen versucht mit allen Mitteln mich wachzuhalten, was hilft. Irgendwann, bereits nach 22h00 kommen wir dann endlich am Standort der Villa an (laut Google). Eine sandige Piste, die irgendwann einfach aufhört, ein Esel am Strassenrand, ein paar bellende Hunde und ein Wächter, der noch nie von unserer Villa gehört hat. Also muss ich mitten in der Nacht Philippe anrufen und ihn nach der Hausnummer fragen. Irgendwann finden wir heraus, dass es sich um den falschen Villen-Komplex handelt und wir zurück und dann noch etwa einen Kilometer weiterfahren müssen ... Endlich kommen wir an! Ich bin erschöpft, wir alle sind hungrig und unsere Hündin war den ganzen Weg hierher einfach nur toll. Der Wächter lässt uns herein und gibt uns den Code, um die Villa zu öffnen. Und wie beim letzten Mal fällt beim Eintreten in dieses Idyll meine ganze Anspannung von mir ab. Wir beziehen unsere wunderschönen und nun endlich klimatisierten Zimmer, Stephi lässt Mansoura in der grossen Gartenanlage etwas laufen und sie bekommt endlich etwas Futter (Nicole hat uns noch Futter mitgegeben). Ailen entdeckt das stilvolle Haus und in der Küche finden wir ein leckeres Abendessen, welches uns die Köchin Houria am Nachmittag vorgekocht hat. Ich wärme das Essen auf und wir sitzen todmüde, aber gemütlich auf der Terrasse und geniessen die himmlische Tajine mit Poulet, Zitronen und Oliven. Philippe hat uns zudem zu meiner grossen Freude eine Flasche Wein geschenkt, welche Ailen und ich genüsslich zum Abendessen trinken. Mansoura war ja bereits als Welpe einen Tag an diesem Ort und weiss sofort in welchem Bett sie damals schlafen durfte. Natürlich versucht sie sofort, sich auf dieses Bett zu schleichen ... leider ohne Erfolg. Heute schläft Mansoura zum ersten Mal in Stephi's Zimmer und ganz bestimmt auf dem Boden *smile*. Sie ist ja jetzt kein kleiner mutterloser Welpe mehr. Schnell gehen wir zu Bett und schlafen quasi sofort ein. |
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| Mittwoch, 5. August 2026 - Tag 3 Heute können wir ausschlafen und einfach den Tag geniessen. Ich habe das so geplant, damit Mansoura vor ihrer stressigen Flugreise noch einen Tag Ruhe hat. Ausserdem möchte ich, dass Stephi und sie sich etwas besser kennenlernen können. Stephi und Mansoura sind schon früh wach, ich stehe spät auf (Ailen noch etwas später *grins*) und wir lassen uns von Houria mit einem reichhaltigen Frühstück verwöhnen. Mansoura kläfft die arme Houria an, als ob dieses ganze Anwesen uns gehörte, wogegen ich natürlich nichts einzuwenden hätte *grins*. Zum Glück hat Houria auch einen Hund und nimmt's gelassen. Anschliessend lässt uns Houria alleine und wir geniessen den Tag am und ich vor allem im Pool. Endlich habe ich Zeit meine Reels zu schreiben ... gemütlich im Schatten, halb im Wasser während Stephi mit Mansoura spielt und sich um sie kümmert. Ich liebe diese wundervolle und idyllische Villa Cannella! Der teilweise gedeckte Pool, die wunderschöne Aussenanlage mit Palmen, Olivenbäumen und prächtigen Blumen sowie Zitronenbäumen. Ein Traum! Endlich kann ich mich von den letzten, sehr stressigen Wochen erholen. Mansoura planscht und möchte unbedingt in den Pool, was wir ihr natürlich nicht erlauben. Dafür bekommt sie ein Planschbecken, welches ich bei den Gerätschaften des Gärtners finde, und einen Ball zum Spielen. Ailen verbingt den Tag im kühlen Salon der Villa Cannella und kommt erst abends heraus zum Pool. Wir hatten beide Erholung nötig. Auch heute hat uns Houria ein tolles Abendessen vorbereitet und erklärt mir noch schnell, wie ich es fertigkochen soll. Wir lassen den Abend ruhig ausklingen und geniessen später das ausgezeichnete Essen von Houria. Heute gibt es Tajine mit Hackbällchen, Tomatensauce, Eiern und dazu gekochten Karottensalat. Und wieder bekommen wir eine Flasche Wein geschenkt, dieses Mal von Abdel. Wir bedanken uns und geniessen. Hier ein paar Bilder unseres *Ruhetags* in der Villa Cannella ... |
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| Donnerstag, 6. August 2026 - Tag 4 Unser Flug geht um 13h00 heute ab Casablanca. Wir müssen also sehr früh aufstehen und um 04h30 losfahren. Ich wurde darüber informiert, dass wir 4 Stunden vor Abflug mit dem Hund am Flughafen sein müssen. Es ist früh, sehr dunkel und ich habe überhaupt keine Lust, schon wieder auf Marokko's Strassen zu fahren ... Wie gerne wäre ich noch ein paar Tage hier geblieben an diesem ruhigen und wunderschönen Ort! Aber heute geht es um Mansoura und nicht um mich. Also fahren wir los und versuchen durch die dunklen Gassen die Hauptstrasse und anschliessend die Autobahn Richtung Casablanca zu finden. Der Weg ist lang, die Autobahn gerade und die Marokkaner haben noch nicht verstanden, was ein Abblendlicht ist. Langsam werde ich müde und hoffe, dass der Tag bald etwas Licht bringt und meine Müdigkeit dadurch verschwindet. Irgendwann kommt die Sonne zum Vorschein und das Fahren wird einfacher. Etwa 1 Stunde vor Casablanca fragt mich Stephi vom Rücksitz aus, ob denn Mansoura keinen Pass habe. Ich antworte "nein, sie bekommt dann einen europäischen Pass, wenn Du sie dem Tierarzt zeigst". Aber Stephi insistiert "nein nicht diesen Pass, sondern den mit den Impfungen". Ich antworte "klar hat sie einen Impfpass". Und dann fällt es uns wie Schuppen von den Augen ... Mansoura's Impfbüchlein ist nicht bei unseren Unterlagen!!! Die Kopie schon, aber das Original nicht. Normalerweise hätte dieses Original in den Stephi durch die ONSSA übergebenen Unterlagen sein müssen. Aber da ist es nicht. Auf einmal total wach rufe ich Nicole an. Sie bestätigt, dass es uns durch die ONSSA hätte übergeben werden sollen. Nicole schaut nach und findet den Impfpass bei den Unterlagen, welche ihr Mitarbeiter von den Vorbereitungen mit der ONSSA zurückbrachte. Also 4 Köpfe und keiner hat bemerkt, dass der Impfpass nicht mit dem Hund mitreiste. Jetzt ist guter Rat gefragt. Ich halte an einer Raststätte an und wir überlegen ... Die Lage sieht so aus. Wir sind 1 Stunde vor Casablanca und müssen pünktlich in 1 Stunde unser Mietauto am Flughafen abliefern. Der Flug geht um 13h00, also haben wir noch knapp 5 Stunden, um etwas zu organisieren. Also los ... Möglichkeit 1: Nicole's Mitarbeiter setzt sich sofort ins Auto und bringt uns den Impfpass (dauert ca. 4h30 Stunden). Eventuell können wir mit dem Flugpersonal schauen, dass wir spät einchecken. Möglichkeit 2: Wir versuchen, mit der Kopie des Impfpasses einzuchecken. Dazu muss ich noch abklären, ob wir hinterher in der Schweiz beim Verzollen kein Probleme bekommen würden. Möglichkeit 3: Wir buchen den Flug um für den nächsten Tag und holen den Impfpass (10 Stunden Fahrt) oder lassen ihn uns bringen. Allerdings müsste ich dann wieder ein Auto anmieten, ein Hotel in der Nähe des Flughafens mit Shuttle und Möglichkeit den Hund mitzubringen finden. Auch muss in einem der morgigen Flüge noch Platz für uns und Mansoura sein. Ausserdem muss ich natürlich auch organisieren, dass sich jemand bei mir zuhause um die Pferde kümmert. Nach einer Stunde am Telefon mit verschiedenen Leuten und einem Autovermieter, der nicht ganz glücklich über unsere Verspätung bei der Rückgabe des Autos ist finden wir uns mit riesiger Kiste und Hund im Flughafen Casablanca wieder. Da habe ich alles so gut geplant und dann passiert so etwas Banales! Ich könnte mich selber ohrfeigen ... Also frage ich mich durch. Die Royal Air Maroc informiert mich sofort, dass der Hund ohne Original-Impfpass nicht ins Flugzeug darf. Gut, eine klare Antwort. Nicole schickt ihren Mitarbeiter mit dem Impfpass los. 10 Minuten später informiert sie mich, dass das Auto kaputt sei und er nicht kommen könne. Der Austausch mit den Schweizer Behörden gestaltet sich ebenfalls kompliziert. Und bei all diesem Trubel bleibt Mansoura am Flughafen total entspannt und gelassen. So eine tolle Hündin! Irgendwann habe ich die Nase voll und entscheide mich, die Flüge umzubuchen auf den nächsten Tag. Zum Glück hatte ich schon beim Buchen umbuchbare Flüge genommen. Der Beamte beim Umbuchen ist schnell und effizient. Einige Minuten später haben wir neue Tickets für den Flug morgen früh um 07h50 ... auch für Mansoura. Auch die Suche nach einem hundefreundlichen Hotel in der Nähe ist erfolgreich. Wir finden das kleine Riad Hamdani mit Shuttle-Service und einem 3er-Zimmer. Und zuhause ist Larina einverstanden am Freitagmorgen noch den Stall zu machen und Soraya übernimmt den Abend. Langsam beruhige ich mich wieder. Nicole informiert mich darüber, dass ihr Mitarbeiter mit dem Bus bis nach Casablanca komme und uns den Pass ins Hotel bringe. Also muss ich kein neues Auto mieten und auch keine 10 Stunden auf Marokko's Strassen verbringen. Ich bin erleichtert und dankbar. Nach einer kleinen Pause in einem Café am Flughafen gehen wir zum ausgemachten Treffpunkt des Shuttle-Services. Ein netter Mitarbeiter des Riad Hamdani holt uns und unsere riesige Hundebox ab. Irgendwie schaffen wir es, alles in das Fahrzeug zu bekommen und fahren die kurze Strecke zum Riad. Das Riad ist ruhig gelegen und sehr hübsch. Die Besitzerin ist nett und so bekommen wir schnell ein reichhaltiges Frühstück. Anschliessend können wir endlich unser Zimmer beziehen. Wir sind müde, geniessen die Ruhe im klimatisierten Zimmer und schlafen ein wenig. Den Nachmittag geniessen wir am Schatten oder am Pool. Mansoura entdeckt den weitläufigen Garten mit Stephi und macht ihre Sache toll. Manchmal hat sie ein bisschen Angst, wie zum Beispiel vor den grossen Steinlöwen am Eingang des Riad, die sie minutenlang und sehr energisch ankläfft *grins*. Aber sie lässt sich immer wieder durch Stephi oder uns beruhigen. Ich bin stolz auf unsere Kleine! Der Tag vergeht schnell, aber ich bin immer noch etwas gestresst, denn der Impfpass ist noch nicht aufgetaucht. Dann, gerade als wir uns für das Abendessen an den Tisch setzen, kommt ein mir völlig unbekannter Mann mit dem Impfpass ins Riad. Von diesem Moment an kann auch ich den restlichen Tag geniessen. Wir lassen uns mit einer leckeren Tajine mit Pommes verwöhnen, geniessen die süsseste Melone der Welt und legen uns dann früh in unsere Betten. |
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| Freitag, 7. August 2026 - Tag 5 Auch heute müssen wir früh raus. Wir stehen um 03h00 auf und der nette Mitarbeiter fährt uns um 03h30 zum Flughafen Casablanca. Wir checken schnell ein und die Mitarbeiter der Royal Air Maroc schicken uns zum Einchecken von Mansoura eine Etage tiefer. Und dann heisst es warten ... warten .... warten ... und nochmals warten. Wieder ist Mansoura ruhig und liegt gemütlich auf dem kühlen Flughafenboden. Nach mehrmaligem Nachfragen und einer weiteren langen Wartezeit kommt dann endlich jemand und wir können die Hundebox einchecken und kontrollieren lassen. Dann kommt der Moment; Stephi packt Mansoura in die Box, wo sie nun doch etwas Stress hat. Schweren Herzens verlassen wir unsere Süsse und begeben uns zum Gate. Der Flug hat Verspätung, also warten wir wieder. Endlich dürfen wir einsteigen. Ich bin noch nie mit Royal Air Maroc geflogen und das Flugzeug ist enger als ich es kenne. Trotzdem schlafe ich fast sofort ein. Auch Ailen schläft. Stephi bekommt meinen Fensterplatz. Der Flug ist unruhig, ich bin in Gedanken bei Mansoura und auch die Landung ist holprig. Aber wir landen etwa um 12h30 sicher in Genf. Auf dem Weg zur Passkontrolle sehen wir durchs Fenster, wie das Flugzeug entladen wird. Ailen bleibt einen Moment dort, um zu filmen, wenn Mansoura's Hundebox ausgeladen wird. Stephi und ich gehen bereits weiter, um da zu sein, wenn Mansoura bei der Gepäckabgabe ankommt. Während Stephi einen Gepäckwagen sucht nehme ich Mansoura in Empfang. Sie ist aufgeregt, wohlbehalten und glücklich, uns wieder zu sehen. Auf Ailen's Videos kann ich anschliessend sehen, mit wie viel Vorsicht der Mitarbeiter Mansoura's sperrige Kiste auslud. Schnell nehmen wir Mansoura aus ihrer Box und gehen zur Verzollung. Ailen wird anschliessend unser Gepäck in Empfang nehmen. Ich hatte viel Angst wegen der Verzollung ... man hat mir so einiges erzählt. Aber der Zöllner ist total nett und nach 10 Minuten sind wir mit unserem Hund auf Schweizer Boden! Natürlich muss ich ein paar schnelle Fotos machen. Mansoura ist jetzt offiziell Schweizerin! Nach einer Zigarette draussen vor dem Flughafen gehen wir zum Parkhaus. Kurz danach sind wir bereits auf der Heimreise Richtung Bern. Gegen 15h00 bringt uns Stephi nach Bern. Ailen und ich verabschieden uns schweren Herzens von unserer liebenswerten Wegbegleiterin Mansoura ... natürlich werden wir sie bald wieder sehen. Dann fahren Stephi und Mansoura weiter ins schöne Diemtigtal im Berner Oberland, wo von heute an Mansoura's Zuhause ist. |
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| Hier noch ein Video von Stephi, Mansoura und ihrer tollen
Hündin Moon (die sie ebenfalls vor 10 Jahren über mich bekommen hat) ... |
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| Ich bin
sehr glücklich, dass Mansoura jetzt in der Schweiz ein schönes Leben
geniessen kann. Vom Tag als Larina und ich sie auf dem Souk von
Khemissett retteten bis heute ist viel Zeit vergangen, wir haben viel
Geld ausgegeben und auch Angst gehabt, als Mansoura die Parvo bekam.
Aber zum Glück ist alles toll gelaufen und ich möchte mich ganz
herzlich bei allen Menschen bedanken, die uns finanziell (über GoFundMe
oder auch privat) unterstützt haben. Ein grosses Dankeschön auch an
Sofia und Frau Overgoor, welche mich bezüglich Einreise in die Schweiz
fachkundig beraten haben. Ebenfalls bedanke ich mich bei Adnan, der
sich um die tierärztliche Behandlung von Mansoura gekümmert hat. Der
grösste Dank gebührt aber Nicole vom Gite animalier l'espoir région Essaouira,
die unsere Mansoura damals im Februar aufgenommen hat, obwohl ihr Gite
eigentlich bereits übervoll war. Nicole hat Mansoura in diesen fast 6
Monaten liebevoll gepflegt, sozialisiert und die ganzen nötigen Tests
und Untersuchungen für sie organisiert. Liebe Nicole wir sind dir so
dankbar! Du hat einen tollen Job gemacht ... So liebe Berberfreunde, das ist das glückliche Ende der Geschichte unserer marokkanischen Hündin Mansoura. Bis bald ... Daniela ____________________________________________________________________________________________________________________________________ |
| Unsere Reise nach Marokko - Neue Verkaufspferde 2026 Wie jedes Jahr reise ich auch diesen Winter wieder für eine Woche nach Marokko, um neue Verkaufspferde einzukaufen. Abdel hat bereits ein Pferd gekauft, welches mich interessieren könnte. Ich möchte jedoch noch 3 weitere Pferde mit in die Schweiz nehmen. Nun nutze ich die Gelegenheit, ein paar Tage nach Marokko zu fliegen, um ein wenig Zeit mit Abdel zu verbringen, das gekaufte Pferd zu begutachten und natürlich auf den Souks nach weiteren Perlen zu suchen. Dieses Mal begleitet mich meine ehemalige Praktikantin Larina. Hier unser Reisebericht ... Dieses Mal habe ich meine Reise mit ein bisschen Vorlauf geplant ... Mein französisches Team Pascaline, Franck und Achille vertreten mich während meiner Abwesenheit auf dem Hof, die Reiseroute ist ebenfalls durchgeplant, Hotels reserviert, Flüge gebucht ... |
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| Freitag, 6. Februar 2026 - Tag 1 Unser Flieger geht um 07h30 ab Genf und Franck fährt uns hin, damit mein Mann Urs sich nicht schon wieder die Nacht um die Ohren schlagen muss, um uns nach Genf zu bringen. Wir fahren also mitten in der Nacht los, um gegen 05h30 am Flughafen anzukommen. Da wir bereits online eingecheckt haben, bleibt uns eine Menge Zeit, uns noch ein bisschen auszuruhen vor dem Flug. Der Flieger hebt pünktlich ab und wir kommen noch vor 11h00 am Flughafen Menara in Marrakesch an. Nach einer dringend benötigten Zigarette machen wir uns auf die Suche nach der Autovermietung. Dieses Mal ist es einfach ... die Autovermietung finde ich ziemlich schnell in einem grossen Kastenwagen und oh Wunder (beim letzten Mal mussten wir fast 2 Stunden auf unser Fahrzeug warten), unser Wagen steht bereits auf dem Parkplatz. Wir können also nach weniger als 15 Minuten losfahren. Dieses Jahr fahren wir zuerst in die Innenstadt zum Jemaa El Fna. Ich möchte Larina, welche zum ersten Mal in Marokko ist, die Medina zeigen. Wie immer schlage ich mich die ersten 5 Minuten mit der mittlerweilen für mich ungewohnten Gangschaltung meines Mietwagens herum, weitere 5 Minuten rege ich mich über die doch etwas eigene, um nicht zu sagen katastrophale Fahrweise der Marokkaner auf ... nur um dann weitere 5 Minuten später ganz genauso zu fahren wie die Einheimischen; hupen bei jeder Gelegenheit, rechts und links überholen, mitten auf zwei Fahrspuren fahren, durchs offene Fenster mehr oder weniger freundlich meine Meinung kundtun und ... und ... und *grins*! Einen bewachten Parkplatz in der Nähe des Jemaa El Fna zu finden ist nicht immer einfach ... aber heute haben wir Glück. Bei einem privaten Parkplatz (also einem Innenhof von irgend jemandem) werde ich hereingerufen. Das klappt doch super heute. Nach einem kurzen Marsch kommen wir beim Jemaa El Fna an, laufen gemütlich durch die immer laute und fröhliche Medina und schauen uns all die tolle Dinge an, die man hier kaufen kann. Shoppen macht hungrig ... und so gehen wir bald ins schöne Café Arabe zum Mittagessen. Eine kleine Oase der Ruhe inmitten der Medina! |
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| Nach
unserer etwas längeren Mittagspause spazieren wir noch ein bisschen
durch die Medina, nehmen einen leckeren Minzetee im Café des Épices und
machen uns dann langsam auf die Suche nach unserem Mietwagen. Larina
ist gut ... mit GPS finden wir unser Auto ziemlich rasch und
brechen dann auf in Richtung Settat, wo wir am Abend mit Abdel
verabredet sind. Leider habe ich nicht wirklich daran gedacht, wie der Strassenverkehr in Marrakesch um 17h00 aussieht ... wie dumm von mir. Das totale Chaos! Jeder fährt, wo und wie es ihm gerade passt ... herumturnende Menschen auf Ladeflächen von Pickups, Fahrradfahrer, Busse, hupende Scooter ... und jeder versucht sich irgendwie in den Kreisverkehr zu drängen. Übringens haben die Marokkaner immer noch nicht kapiert, wie ein Kreisverkehr funktioniert. Wenn Du also drin bist darfst Du nicht einfach durchfahren ... NEIN, wenn die nächste Strasse in den Kreisverkehr mündet musst Du im Kreisverkehr anhalten und die von der Strasse kommenden Autos zuerst reinlassen. Also eigentlich wie eine Kreuzung! Warum dann einen Kreisverkehr bauen??? Das Chaos ist perfekt! Nach einer ganzen Weile haben wir es aus Marrakesch raus geschafft und sind auf der fast leeren Autobahn Richtung Settat unterwegs. Wir kommen gut voran. Aber schon bald fallen uns wieder ein paar Kuriositäten auf den Strassen Marokko auf ... im umgekehrten Pyramiden-System aufgebaute Stroh- und Heu-LKW (denen willst Du nicht auf Deiner Fahrbahn begegnen), auf Zahlstellen lebende Katzen und so weiter und so weiter ... Das Wetter ist besser als vorausgesagt und so kommen wir noch vor 20h00 in Settat an. Abdel kommt mit dem Zug und müsste eigentlich schon hier sein. Also rufe ich ihn an, um zu wissen, ob er bereits im Hotel ist. Fehlanzeige ... Abdel steckt im Zug fest, die Gleise wurden durch die Überschwemmungen unterspült und nichts geht mehr. Also checken wir ein und trinken anschliessend einen Minzetee. Abdel kommt schneller an als gedacht und so schaffen wir es doch noch, ein spätes Abendessen zusammen zu geniessen. Ich freue mich, ein paar Tage mit meinem lieben Freund verbringen zu können. |
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| Samstag, 7. Februar 2026 - Tag 2 Nach einer ungemütlichen und kurzen Nacht in den steinharten Betten unseres Hotels stehen wir am Morgen früh auf. Wir wollen den Souk in Settat besuchen. Einst einer der grössten in Marokko ist heute wenig los. Es hat die letzten Monate dauernd geregnet hier und alles versinkt im Schlamm. Die Händler sind demotiviert und kommen mit ihren Tieren nicht an den Souk. Wir schauen uns trotzdem die Pferde auf dem Souk an und es geht nicht lange, bis mir eine kleine Rappstute ins Auge fällt. Sie ist aufgeweckt, laut, hübsch und wie alle hier etwas mager. Da ich für eine Kundin auf der Suche nach einer jungen dunklen Stute bin schaue ich mir das Pferdchen genauer an. Nach etwas Übersetzungsarbeit durch Abdel finde ich heraus, dass die Kleine 2-jährig ist ... also genau das richtige Alter für meine Kundin. Ich lasse sie vortraben und mir gefällt, was ich sehe. Das Fohlen hat Potenzial! Abdel verhandelt hart und wenig später gehört sie mir. Draussen vor dem Souk wartet die mausfalbe Stute, welche Abdel vor 2 Wochen gekauft hat. Er hatte mir ein Video von ihr geschickt und ich bin interessiert. Also gehen wir raus und schauen uns die Stute an. Sie ist magerer als auf dem Video (vermutlich wurde nach dem Verkauf vor 2 Wochen das Futter eingestellt), ruhig, ziemlich abgelöscht, aber nett und hübsch. Sie ist 5-jährig und gefällt mir. Ich entscheide mich dafür, sie ebenfalls mit in die Schweiz zu nehmen. Die beiden Pferde - das Rappfohlen und die Mausfalbe - werden uns dann am Dienstag auf den Souk von Khemissett gebracht, von wo Abdel einen Transport nach Bouderbala in unsere Quarantäne-Station organisiert hat. Nach einem leckeren Minze-Tee verlassen wir den Souk. |
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Nach
einem leckeren Frühstück machen wir uns auf den Weg in das etwa 2
Stunden entfernte Ben Slimane, wo wir ein paar Pferde bei einem
privaten Händler anschauen wollen. Scheinbar ist da auch eine
Rappstute, welche Henri interessieren könnte. Bei unserer
Ankunft zeigt uns der Händler 2 ziemlich magere Fuchsstuten, eine
schöne Braune, eine leider etwas lahme Schimmelstute und eine wirklich
tolle Rappstute. Allerdings sind die Preise wohl an uns Europäer
angepasst und somit viel zu hoch! Leider haben wir keine Fotos gemacht,
aber Ihr findet die Pferde im Video Tag 2.
Wir fahren also bald wieder los in Richtung Bejaad, von wo wir dann den Mittleren Atlas überqueren, um nach Khénifra zu kommen. Dort wollen wir heute übernachten und morgen dann auf den Souk gehen. Da Abdel seinen Fahrausweis zuhause vergessen hat, fahre mal wieder ich über den Berg *smile*. Die Strasse über den Berg lässt zu wünschen übrig. Wie jedes Mal versuche ich den diversen riesigen Schlaglöchern auszuweichen, damit mein Mietwagen ohne kaputte Pneus oder gebrochene Achse in Khénifra ankommt. Die Landschaften auf unserer heutigen Reise sind wunderschön und sehr verschieden. Nur dieses Jahr ist alles viel grüner und überall haben sich durch den vielen Regen Seen entwickelt ... Während der Reise sehen wir immer wieder ganze Felder mit orangen Ringelblumen und nicht zu vergessen ... ein paar *bekloppte* Marokkaner mit 130 km/h auf der Autobahn im offenen Kofferraum! Hier ein paar Eindrücke vom wunderschönen Marokko. Es ist schon Abend als wir in Khénifra ankommen. Wir checken schnell in unser tolles Apparthotel ein und geniessen wir immer gegenüber ein leckeres Abendessen. Es ist mittlerweile bewölkt und saukalt. Zum Glück können wir das Appartment mit der Klimaanlage auch beheizen *smile*. |
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| Sonntag, 8. Februar 2026 - Tag 3 Ich erwache mitten in der Nacht durch Lärm in unserem Appartement. Ich stehe auf und sehe, dass ich die Terrassentür nicht ganz geschlossen hatte ... Wasser steht in der ganzen Küche und draussen stürmt und regnet es heftig. Schnell schliesse ich die Terrassentür und gehe wieder ins Bett. Am nächsten Morgen wachen wir früh, aber ausgeruht auf. Draussen regnet es in Strömen ... Wir wollen trotzdem nachschauen, ob der Souk bei diesem Sauwetter stattfindet. Der Fluss im sonst leeren Oued rast dreckig braun nur noch knapp unter der Brücke durch, der Souk ist überschwemmt und niemand ist da. Schade! Die ganze Fahrerei über den Berg für nichts. Vom Hotelpersonal erfahren wir, dass die Bergstrasse wegen Überflutung gesperrt wurde. Wir gehen zurück zu unserem Hotel, packen und machen uns nach einem leckeren Frühstück unverrichteter Dinge und ziemlich schlecht gelaunt auf nach Meknès. Der Weg von Khénifra nach Meknès ist eine meiner Lieblingsstrecken ... die Landschaften verändern sich dauernd von bergig zu weitflächig, die Farben sind wundervoll und die Landschaft zeigt sich in rot-violett-grün-Tönen. Man fährt kilometerlang an den Ländereien des Königs mit seinen Kühen vorbei. Heute allerdings zeigt sich uns vor allem das Ausmass der Überschwemmungen durch den wochenlangen Dauerregen. Felder werden zu reissenden Strömen, überall gibt es Seenlandschaften, die normalerweise leeren Oueds sind prall gefüllt mit Schlamm, Strassen werden überschwemmt ... Ich glaube Marokko hat genug Regen für das ganze Jahr bekommen. Am Ende unserer Fahrt werden wir dann noch mit einem wunderschönen Regenbogen belohnt. Wir kommen am Nachmittag endlich in Meknès an. Larina und ich checken in unserem tollen Hotel Plaisance in Meknès ein. Wir sind bei Abdel's Mutter zu einem späten Mittagessen eingeladen und freuen uns sehr darauf. Abdel's Mama ist eine liebe Frau und tolle Köchin. Gegen 14h00 fahren wir zu Abdel's Haus und geniessen dort ein paar entspannte Stunden und ein leckeres, wie immer sehr reichhaltiges Essen. Es gibt verschiedene Salate und dazu Hähnchen mit Pommes ... ein Traum! Wir verteilen die Geschenke für die Familie und planen die nächsten Tage. Immer noch satt vom Mittagessen lassen wir das Abendessen ausfallen und gehen früh zu Bett ... |
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| Montag, 9. Februar 2026 - Tag 4 Nach einer sehr erholsamen Nacht können wir ein bisschen ausschlafen. Es regnet immer noch ununterbrochen. Wir haben uns später mit Abdel verabredet, um nach Tissa zu fahren. Dort wollen wir auf einem Berg eine falbe Stute anschauen, welche mich interessiert. Abdel hatte mir vor ein paar Tagen ein paar Fotos (die 3 ersten Bilder) und ein Video der Hübschen geschickt. Wir geniessen ein leckeres Frühstück und machen uns auf ins Quartier Al Bassatine, um Abdel abzuholen. Dieses Mal achte ich darauf, dass er seinen Fahrausweis dabei hat *grins*. Wir fahren gemütlich los in Richtung Fès. Abdel fährt, was mir die Gelegenheit gibt, ein paar Fotos zu machen. Als wir nach 1 Stunde in Fès ankommen meldet sich der Besitzer der falben Stute. Gestern sei seine Grossmutter verstorben ... er könne uns die Pferde heute nicht zeigen. Es tut uns leid um seine Grossmutter und wir bekunden unser Beileid, aber wir sind auch ein bisschen genervt, dass er uns das erst jetzt sagt. Aber ausserdem wäre es vermutlich sowieso nicht möglich gewesen über die gefährliche Piste auf den Berg zu fahren bei diesen Wetterverhältnissen. Die Piste wurde zum Fluss ... Wir sind unzufrieden, dass wir keine Pferde sehen können. Also ruft Abdel ein paar bekannte Händler in der Region von Fès an und so fahren wir zu einem anderen Züchter und Händler in Tissa, welcher uns ein paar seiner Pferde zeigen möchte. Der Mann hat gute Pferde, aber auch immer sehr hohe Preise. Die Pferde sind so verdreckt, dass man kaum deren Fellfarbe sehen kann ... die Marokkaner können wirklich nicht mit Regenwetter umgehen *grins*. Eine dunkelbraune Stute hat es mir angetan ... aber der Preis ist nun wirklich zu hoch! Er hat ebenfalls eine wunderschöne graue Stute, die sich allerdings so schnell losreisst und über den Berg abhaut, dass ich kaum Zeit habe, sie mir näher anzuschauen (siehe Video Tag 3). Wir bekommen ein leckeres Mittagessen mit frischem Fladenbrot, den besten Oliven, Ei und marokkanischem Gebäck. Anschliessend verabschieden wir uns und brechen auf zum nächsten Händler und Züchter in Fès. |
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| Wir
fahren weiter nach Fès über die Landstrasse. Nachdem wir den Züchter
auf dem Berg mit seinen teuren Pferden hinter uns gelassen haben und
wieder im Tal ankommen müssen wir feststellen, dass die Strasse zurück
nach Fès in der Zwischenzeit wegen Überflutung gesperrt wurde. Das
Ausmass der Überschwemmungen wird immer schlimmer mit dem andauernden
Regen. Also müssen wir umdrehen und den ganzen Weg über die Berge
zurückfahren, um zur Autobahn nach Fès zu gelangen. Langsam haben
wir genug von diesem Wasser!!! |
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| Geschätzte
2 Stunden später kommen wir dann endlich beim Züchter
am Stadtrand von Fès an. Ich kenne ihn bereits, da wir vor 3 Jahren
schon einmal 2 Fohlen bei ihm gekauft hatten. Er ist ein
freundlicher und ehrlicher Mann, der seine Pferde gut behandelt.
Allerdings ist auch sein Stall im Wasser versunken und alle Pferde
stehen im Matsch. Mitten in einem Auslaufstall und total im Matsch steht eine kleine Palomino-Stute, die mein Interesse weckt. Ihre Vollschwester hatte Henri vor 3 Jahren hier gekauft und sie ist mittlerweile wunderschön geworden. Ich bitte Abdel mit dem Besitzer zu verhandeln. Im Moment ist sie mager, verdreckt, schüchtern und sieht nach nichts aus ... aber geputzt, entwurmt und mit ein wenig Futter im Bauch wird sie bestimmt sehr hübsch. Der Besitzer ist einverstanden mir die 3-jährige Jungstute zu überlassen. Ich freue mich, dass dieses Mädchen ebenfalls mit in die Schweiz darf und dort hoffentlich einen tollen und liebenswerten neuen Besitzer findet. Ausser der kleinen Palomino hat der Züchter auch noch ein Fuchsfohlen (leider zu jung) zu verkaufen, eine Menge Schwarznasenschafe und zeigt mir seinen schönen Nachwuchshengst und eine Stute mit ihrem Neugeborenen. Es ist schon spät und wir machen uns auf den Rückweg nach Meknès, wo wir später noch mit Abdel ein leckeres Abendessen geniessen, bevor wir müde in unsere Betten fallen. |
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| Dienstag, 10. Februar
2025 - Tag 5 Heute müssen wir früh aufstehen ... wir fahren zum Souk in Khemissett etwa 1 Stunde von Meknès entfernt. Also checken wir aus unserem Hotel aus, lassen das Frühstück ausfallen und holen Abdel ab. Das Wetter ist immer noch bewölkt, aber heute regnet es wenigstens nicht. Ich fühle mich etwas kränklich, aber ansonsten sind wir gut gelaunt. Mal sehen, was uns in Khemissett erwartet. Dieser Souk war früher ganz angenehm und der Umgang mit den Tieren war nicht so schlimm. Seit ein paar Jahren hingegen werden in die Mauern des Souks immer mehr Pferde hineingequetscht und viele Männer bringen ihre Fantasie-Hengste hier hin. Dadurch ist der Souk von Khemissett zu einem der übelsten Souks geworden, die ich kenne. Die Tiere werden getreten, geschlagen, man sieht viele ausgehungerte Stuten und daneben fette Fantasia-Hengste ... für mich und bestimmt auch alle Tiere ein Ort des Grauens! Bei unserer Ankunft klart es auf und wir sehen erste Sonnenstrahlen seit langem. Der Souk hingegen versinkt im Matsch und nur Larina traut sich eine Runde zu drehen und für uns ein Video zu drehen (siehe Video Tag 5). Es sind heute nicht viele Pferde da und für uns ist nichts dabei. Also begeben wir uns auf die Suche nach meinen beiden Pferden, welche ich in Settat gekauft hatte. Es sind viele LKW's hier und es dauert eine Weile, bis wir den LKW mit meinen beiden Schönheiten finden. Das Rappfohlen und die mausfalbe Stute sind ruhig und warten, bis sie auf ein anderes Fahrzeug umgeladen werden, welches sie dann in unsere Quarantäne-Station in Bouderbala bringt. Ich bin froh, dass die beiden bald in Sicherheit sein werden und ihr neues Leben mit Ruhe, eigener Box, Auslauf, regelmässigem Futter und anständiger Behandlung beginnen können. Während Abdel das problemlose Umladen der beiden Stuten überwacht beobachten Larina und ich einen kleinen Welpen, der auf dem Areal des Souks planlos herumrennt und mehrmals beinahe unter einem LKW endet. Er wird getreten, herumgeschubst, weggestossen ... und alles, was er möchte ist ein bisschen Liebe und Streicheleinheiten. Da hat er sich wohl das falsche Land ausgesucht! Nach einer Weile können wir sein Elend nicht mehr mitansehen und nehmen den Kleinen mit, obwohl wir noch keine Ahnung haben, wo wir den Welpen unterbringen können. Ein Mann, der einzige, welcher ihn vorher zwischendurch aus der Gefahrenzone nahm und ihm einen Becher Milch (gut gemeint, aber ohje!!!) angeboten hat fragt uns, was wir mit ihm vorhaben. Ich versuche ihm zu erklären, dass wir ihn mit in die Schweiz nehmen. Er findet das total gut. Es gibt also auch noch Menschen, die ein Herz für Hunde haben. Hunde gelten in Marokko im Allgemeinen als unrein. Ein anderer Mann hingegen fragt mich beim Vorbeigehen mit dem Welpen auf dem Arm, ob wir ihn essen wollen. Impressionen vom Souk findet ihr auf dem Video Tag 5 ... |
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| Nach einem
Frühstück mit den besten Galetten der Welt suchen wir zuerst ein
Geschäft für Hundebedarf ... kein leichtes Unterfangen in Khemissett!
Aber mit Google geht alles. Ich finde ein Geschäft ganz in der Nähe und
Abdel - obwohl nicht sehr glücklich über unseren neuen kleinen Freund -
fährt uns hin. Leine, Hundegeschirr, Futter- und Trinknapf, ein
wirksames Floh-Shampoo, saugfähige Unterlagen, eine
Katzen-Transportkiste und natürlich 2 Dosen Hundefutter ... alles
finden wir in diesem kleinen Laden. Erst als ich nach Robidog-Säckli
frage verlert der Mann dann seine Fassung *grins* ... er kann einfach
nicht verstehen und nachvollziehen, warum wir denn den Hundekot
aufsammeln wollen. Also lasse ich es, es scheint zu schwierig es ihm zu
erklären. Wir fahren weiter Richtung Marrakesch. Abdel möchte noch einen kleinen Abstecher zu einem Reitstall machen, wo man ihm eine Cremello-Stute angeboten hat. Also packen wir unseren todmüden Welpen in seine Kiste und schauen uns den Reiterhof an. Der Hof ist gross, aber ein bisschen heruntergekommen. Die meisten Pferde ziehen die Köpfe ein, wenn man sich ihren Boxen nähert ... in einem separaten Stall stehen dann die reinen Berber, welche uns stolz vorgeführt werden (siehe Video Tag 5). Wir bleiben einen Moment, lassen uns den Betrieb zeigen, trinken einen Tee und fahren dann weiter nach Marrakesch. Heute Abend sind wir eingeladen in der Villa Cannella, dem neuen Gästehaus von Philippe (einem Freund von Abdel) etwas ausserhalb von Marrakesch zu übernachten. Ich bin schon sehr gespannt auf die Villa ... |
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| Ich bin
mittlerweile so richtig krank. Also gehe ich kurz vor Ankunft noch in
eine Apotheke, wo mir ein Antibiotikum abgegeben wird (einfach so).
Kurz danach kommen wir in der Villa Cannella an. Das Anwesen ist
wunderschön und idyllisch ... eine Oase der Ruhe nur wenige Kilometer
ausserhalb der pulsierenden Stadt Marrakesch. Wir sind alle müde und
geniessen die schöne und gemütliche Atmosphäre dieses Ortes. Nachdem wir unsere kleine Hündin - wir haben ihr den Namen Mansoura gegeben, was *sie triumphiert* heisst - gebadet, entfloht, gefönt und gefüttert haben können wir uns endlich bei einem gemütlichen Apéro ausruhen. Philippe hat mir sogar einen Wein bereitgestellt. Vielen Dank lieber Philippe, dass wir mitsamt dreckigem Hund in Deiner traumhaften Villa einziehen dürfen! Nach einem sehr leckeren Abendessen (vielen Dank an die begnadete Köchin) spielen wir noch ein bisschen mit Mansoura, damit sie dann auch durchschläft. Mansoura ist wirklich ein tolles Hundemädchen. Sie weckt mich nur einmal in der Nacht, um rauszugehen. Ansonsten schläft sie ruhig neben mir. |
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| Mittwoch, 11. Februar 2026 - Tag 6 Am Morgen zeigt sich Marrakesch bei schönstem Sonnenschein. Nachdem Larina und ich unseren kleinen Nimmersatt Mansoura gefüttert haben mache ich noch in paar Fotos und Videos der Villa Cannella. Ich bin wirklich nicht so leicht zu begeistern, aber Philippe hat an diesem Ort etwas Magisches und Wunderschönes geschaffen. Die Villa ist stilsicher und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet worden. Aber seht selbst ... Villa Cannella - Les jardins de Touhina, Domaine Akhdar 2 Die Villa Cannella hat 6 Doppel-Zimmer, Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, eine gepflegte Aussenanlage mit tollem Pool, Sitzgelegenheiten und versteckten Plätzen zum Entspannen. Die Villa Cannella kann als Ganzes gebucht werden (wenn Ihr z.B. eine Gruppe von Leuten seid) oder Ihr könnt einfach ein Zimmer buchen. Für leckeres Essen wird ebenfalls gesorgt. Dieser Ort ist perfekt, wenn man die näheren Städte wie Marrakesch (15 km) oder Essaouira besuchen möchte, sich zwischendurch oder abends aber lieber etwas Ruhe und Idylle gönnt. Wer interessiert ist findet die Villa Cannella unter www.villa-cannella.com oder auf Booking.com. WICHTIG: Ihr müsst bei Booking.com mit dem Namen Villa Cannella suchen, sonst wird es nicht gefunden. Ich werde auf jeden Fall wieder an diesen magischen Ort zurückkehren ... |
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| Nach
einem leckeren Frühstück verlassen wir schweren
Herzens meinen Freund Abdel sowie Philippe's Villa und machen uns auf
den Weg nach
Essaouira, wo wir einen vorübergehenden Pflegeplatz für Mansoura finden
und sie tierärztlich untersuchen lassen müssen. Es ist wenig Verkehr auf der Strasse und wir kommen gut voran. Unsere Kleine schläft gemütlich auf Larina's Schoss. Um 14h00 kommen wir in Essaouira an und suchen umgehend einen Tierarzt für Mansoura auf. Wir werden gut beraten und die Kleine bekommt ein Mittel gegen Flöhe und Würmer. Wir werden vom Tierarzt darüber informiert, dass Mansoura diverse Untersuchungen über sich ergehen lassen muss und die ganze Prozedur etwa 4 Monate dauert. Ich muss nun also so schnell wie möglich einen Pflegeplatz für Mansoura finden und jemanden, der sie für ihre Ausreise Ende Juni vorbereitet. Einfacher gesagt als getan ... Einmal abgesehen vom völlig überteuerten Vorschlag der marokkanischen Praxisassistentin, Mansoura bei sich aufzunehmen war sonst nirgendwo mehr Platz für unsere Kleine. Aber dann gibt mir eine deutsche Betreiberin eines Tierheims Nicole's Nummer mit der Info Nicole wäre auch Schweizerin und könnte uns vielleicht helfen. Also rufe ich Nicole an und oh Wunder nach 2 Stunden herumtelefonieren kriege ich endlich eine positive Antwort. Also fahren wir mit unserem geduldigen Hundemädchen die 20 km zum privaten Hunde- und Katzenheim von Nicole Racine oberhalb von Essaouira. Nicole begrüsst uns freundlich und unsere Kleine noch freundlicher *smile*. Man merkt sofort, dass sie ein grosses Herz für ihre Schützlinge hat. Und Mansoura fühlt sich inmitten der vielen Hunde und Katzen pudelwohl. Sie fängt sofort mit dem gleichaltrigen schwarzen Welpen Blacky (der übrigens auch einen lieben Besitzer sucht) an zu spielen und wir haben ein gutes Gefühl, sie Nicole für 4 Monate anzuvertrauen. Mehr Videos über Mansoura in ihrem vorübergehenden Zuhause seht Ihr unter Videos Tag 6 und 7. |
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| Müde
vom vielen Herumtelefonieren fahren wir zurück nach Essaouira und
checken endlich im wunderschönen Riad Maison du Sud ein. Wie immer
werden wir sehr freundlich begrüsst. Da wir schon spät dran und
ausserdem hungrig sind gehen wir
danach umgehend in mein Lieblingsrestaurant mitten in der Medina etwas
Leckeres essen. Es war ein langer Tag und ich bin immer noch halb krank. Deshalb legen wir uns hinterher schnell in unsere bequemen Betten. |
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| Donnerstag, 12. Februar 2026 - Tag 7 Heute morgen können wir ein bisschen ausschlafen ... Ich habe total schlecht geschlafen, bin immer noch krank und mein Husten wird immer schlimmer. Trotzdem gehen wir nach einem feinen Frühstück raus. Ich möchte Larina die Festung mit den Kanonen und die Medina zeigen. Zuerst schauen wir uns die Festung mit den Kanonen und den temperamentvollen Atlantik an. Ich kann nie genug davon bekommen. Anschliessend gehen wir in die Medina, um ein paar Geschenke einzukaufen. Essaouira ist vor allem für seine Handwerkskunst, die Arganöl-Produktion und die Malerei bekannt. Natürlich besuchen wir auch Mohammed, meinen Kräuter- und Gewürzexperten. Er hat jetzt einen grösseren Laden und mixt mir sofort etwas aus Kaktushonig zusammen, als er meinen Zustand sieht *smile* ... gratis natürlich. Dafür kauft Larina fast sein ganzes Geschäft leer auf Geheiss ihres Bruders. Nach dem üblichen leckeren Tee gehen wir zurück zum Hotel und checken aus. Auf dem Rückweg besucht Larina noch kurz den Hafen von Essaouira und macht ein paar Bilder. Nun muss ich noch 3 Stunden Autofahrt nach Marrakesch schaffen ... in meinem Zustand wäre ich lieber im Bett. Aber Larina ist eine tolle Co-Pilotin und bringt uns sicher zum Flughafen Menara in Marrakesch. Der Rest geht wie im Traum an mir vorbei ... Auto zurückbringen, einchecken und nach Genf zurückfliegen. Nur die knapp 1-stündige Verspätung kriege ich irgendwie noch mit. Dann wache ich erst kurz vor der Landung wieder auf. Pascaline und Franck, unsere lieben Stellvertreter von zuhause holen uns um 24h00 am Flughafen Genf ab. Dann endlich, um 02h00 falle ich todmüde und nun ernsthaft krank in mein Bett. |
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| Epilog Diese Marokko-Reise war etwas anders ... viel Regen und Kälte, weniger Pferde als sonst, dafür einen Welpen! Aber es hat sich gelohnt. Wieder zuhause hat Abdel mich darüber informiert, dass mein 2-jähriges Rapp-Stutfohlen und die 5-jährige mausfalbe Stute gesund und munter in unserer Quarantäne-Station in Bouderbala angekommen sind und sich bereits wohlfühlen dort. Nachdem der Regen nachliess konnte Abdel sich endlich mit dem Besitzer der schönen Falbstute verabreden. Über Video-Call haben wir kommuniziert und ich habe mich entschieden, die Schönheit ebenfalls zu kaufen. Mittlerweile sind beide, die hübsche 3-jährige Palomino-Stute aus Fès und die 7-jährige falbe Stute vom Berg in Tissa ebenfalls in unserer Quarantäne-Station eingetroffen. Ich bin sehr glücklich, dass diese 4 Pferde nun in Sicherheit und nie wieder dem Elend der Souks ausgesetzt sind. Sie dürfen sich jetzt in ihren grossen Boxen ausruhen, werden anständig behandelt, erhalten täglich genug Futter und können sich regelmässig auf dem Paddock die Beine vertreten. Ich freue mich schon darauf, wenn die 4 hübschen Mädels dann vermutlich Ende Mai 2026 endlich bei uns in der Schweiz eintreffen. Bald werde ich hier neue Bilder oder Videos der 4 neuen Verkaufspferde reinstellen ... Ich bedanke mich ganz herzlich bei Abdel, der sich wie immer viel Mühe gegeben hat, damit ich meine Pferde finde ... |
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mich auch bei allen bedanken, die Mansoura über Gofundme oder auch
direkt an mich finanziell unterstützt haben, damit wir ihre Kosten für
Pension, Labor, tierärztliche Untersuchungen, Administratives und
Rückflug besser stemmen können. Ich konnte mit dem eingegangenen Geld
bereits 2 Monate Pension bezahlen. Ihr seid die Besten! Mansoura hat übrigens seit heute eine neue Besitzerin, die hundeerfahren ist und sich bestimmt gut um sie kümmern wird. Ich bin sehr glücklich, dass wir zur rechten Zeit am rechten Ort waren und dieses kleine Hundemädchen vor einem Leben auf der Strasse und vermutlich dem sicheren Tod retten konnten. Vielen Dank auch an Nicole Racine vom Tierheim Gite animalier l'espoir région Essaouira, die sich - obwohl überfüllt - sofort bereit erklärt hat unsere Kleine für 4 Monate aufzunehmen und sie durch den ganzen Untersuchungs-Dschungel zu begleiten. Nicole Racine leistet eine grossartige und dringend notwendige Arbeit mit den Hunden und Katzen in der Region von Essaouira und kann jede finanzielle Hilfe gebrauchen. Wenn also jemand von Euch etwas spenden, einen Hund bzw. eine Katze adoptieren oder eine Patenschaft für eines ihrer Tiere übernehmen möchte, dürft Ihr Euch gerne bei ihr (oder auch bei mir) melden. Bitte meldet Euch per Telefon über Whatsapp +212 657-322900 bei Nicole. Ihre Homepage: ttps://gitedelespoir.wixsite.com/gitedelespoirbouzama |
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| Vielen
Dank
fürs Zuschauen ... und ein grosses Dankeschön an meinen Mann Urs und
meine absolut genialen
Helfer Pascaline, Franck und Achille, die es möglich machten, dass
ich überhaupt verreisen konnte. Unsere Pferde werden voraussichtlich
Ende Mai 2026 bei uns eintreffen. Wenn Ihr an einem der Pferde
interessiert seid, dürft Ihr Euch gerne bei mir melden, um sie dann bei
uns auf dem Hof zu besuchen. Hoffentlich bis bald in Matzenried ... Daniela Stettler-Niffeler |