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Es
gibt immer viele Gründe, um sich eine Woche Marokko zu gönnen
... dieses Mal aber bin ich zusammen mit meiner Praktikantin Isa
zur Rassenkommission unserer Importpferde nach Mèknes geflogen
und habe gleichzeitig auch noch Martine in Essaouira einen Besuch
abgestattet. Hier unser Reisebericht ...
Samstag,
15. Januar 2011 ......................
........................ . ..... .............................
......................... ..... ................... .... . . .
Um 21h00 geht unser Flieger ab Genf. Also steigen Isa und ich
- beide totale Greenhorns was Zugfahren angeht - etwa um 16h00
in Bern in den Zug und fragen uns bereits am Ticketautomaten,
wie es denn sein kann, dass Bern - Genf so teuer ist. Erst als
wir unser Ticket etwas später im Zug anschauen, merken wir, dass
da 1. Klasse drauf steht. Upps! Also ist von jetzt an sparen angesagt
… ! Dafür fliegen wir mit Billig-Airline und kommen hungrig (weil
kein Essen im Flieger) aber super pünklich um 23h00 Ortszeit am
Flughafen Mohammed V in Casablanca an. Mit der reibungslosen Gepäckausgabe
hapert es dann allerdings etwas und so treffen wir Abdel erst
um etwa 01h00 ausserhalb des Flughafens. Abdel bringt uns zum
Hotel in Casablanca, wo wir die erste Nacht verbringen.
Sonntag,
16. Januar 2011 ....................
............................... . .......................... .....................................
. .. . .............. . . . . Da ich Isa wenigstens 2 Tage
Urlaub versprochen habe, machen wir uns am nächsten Morgen nach
einem ausgiebigen Frühstück mit Abdel zusammen auf Autosuche.
Ein nicht ganz einfaches Unterfangen an einem Sonntag in Casablanca
einen Mietwagen zu finden.
Aber
mittags haben wir es endlich geschafft und wühlen uns mit unserer
kleinen "Habiba" durch den mordsmässigen Stossverkehr
von Casablanca in Richtung Autobahn. Endlich geschafft! Nun können
wir gemütlich auf der Autobahn Richtung Marrakesch und dann Essaouira
fahren, also ca. 5 Stunden Fahrt durch eine im Winter wunderschön
grüne Gegend. Gerade richtig für den Sonnenuntergang kommen wir
abends in Essaouira an.
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| Dann
geht's erstmal durch die Medina … eigentlich auf Hotelsuche. Nur
ist das mit Isa ein ziemlich schwieriges Unterfangen bei all den
Versuchungen in den Läden links und rechts der Strasse! Mit etwas
Hilfe der äusserst hilfsbereiten marokkanischen Männer haben wir
unser maurisches Hotel im Nu gefunden und können uns erstmal ausruhen
… |
| Nachdem
Isa um ein Feuerchen im Ofen gebeten hat, wird’s dann auch so richtig
schön warm (bestimmt gegen 40 °C bei einer Aussen-temperatur von
25 °C) in unserem Zimmer! *smile* Aber was macht man nicht alles,
um es seinen Praktis recht zu machen. |
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Danach
muss sich Isa natürlich nochmals in aller Ruhe die Medina ansehen
und bereits mit Geschenke kaufen anfangen. Irgendwann enden wir
dann in einem netten kleinen Restaurant und essen lecker Tagine
und trinken hinterher Pfefferminz-Tee mit ein paar neuen Bekannten
auf der Piazza draussen.
Montag,
17. Januar 2011 ....................
........................ ........................... ..........................
...................... ............ . . . . . . . Der Tag
beginnt gut! Ein geniales Frühstück in schöner Umgebung und mit
netter algerischer Gesellschaft. Was gibt's Schöneres? Dann nichts
wie raus und endlich das schöne Städtchen Essaouira besichtigen.
Unsere beiden algerischen Begleiter Mohammed und Slimane bewahren
uns vor den häufig etwas allzu aufdringlichen Flirtversuchen der
Marokkaner. Also gehen wir hinauf zu den alten Befestigungen mit
den Kanonen und der wunderschönen Sicht aufs Meer.
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| Isa
und Slimane blödeln natürlich schon bald auf den Klippen herum und
haben ihren Spass! Mohammed und ich diskutieren währenddessen über
das wunderschöne Land Algerien. Anschliessend werden dann erstmal
ein paar Touristen-Fotos gemacht … |
| Ich
finde in dieser Stadt immer wieder jede Menge Details zum fotografieren.
Essaouira ist eine richtige "Schatzkiste" mit vielen Kleinigkeiten
und viel Kunsthandwerk. Hier ein paar Eindrücke … |
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Viel
zu schnell geht die Zeit des Nichtstuns vorbei, denn bereits um
12h00 haben wir uns mit Martine, einer lieben deutschen Bekannten,
die oberhalb Essaouira’s wohnt, verabredet. Also verabschieden
wir uns von unseren algerischen Freunden und machen uns auf den
Weg zu Martine.
Ein
paar Worte zu Martine. Martine ist eine Frau mit viel Charakter,
einer enormen Ausstrahlung und einem riesengrossen Herz für Tiere.
Sie wohnt seit 5 Jahren in Essaouira und nimmt regelmässig halb
verhungerte, zugelaufene und gequälte Tiere auf. Sie füttert,
pflegt und kastriert sie und versucht, gute Plätze für sie zu
finden. Im Moment leben 11 Hunde, 8 Katzen und einige Pferde bei
ihr. Martine hat mich vor ein paar Monaten kontaktiert, weil sie
aus Essaouira weggehen und die Pferde nicht dort zurücklassen
möchte. Sie kam damals mit 2 eigenen Pferden nach Marokko und
hat diese tagsüber frei im Wald herumlaufen lassen. Da Pferde
intelligent sind, haben sich schnell andere, ausgehungerte und
geschlagene Pferde ihren beiden angeschlossen und wurden dann
natürlich ebenfalls durch Martine gefüttert und gepflegt. Dadurch
kamen immer mehr Pferde zu Martine und haben bei ihr ein Zuhause
gefunden.
Angesichts
des grossen Engagements von Martine habe ich mich zusammen mit
Pascale, Henry und Abdel entschieden, die Pferde mit den nächsten
2 Transporten in die Schweiz zu nehmen, um ihnen dort ein liebevolles
Zuhause zu suchen. Da nicht alle Pferde Martine gehörten, hat
sie in der Zwischenzeit mit Pascale's Hilfe alle Pferde gekauft,
die bereits seit längerer Zeit zu ihr zum fressen und schlafen
kommen. Hier ein paar Bilder vom Pferde-, Hunde- und Katzenparadies
bei Martine …
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| Der
Schimmel-Wallach und die Palomino-Stute sind die beiden alten Pferde
von Martine und sie wird sie mitnehmen … die Dun-Stute war verletzt
am Kopf und wir konnten sie nicht transportieren. Sie und die drei
Hengstfohlen werden beim nächsten Transport im Sommer dabei sein.
Nach angeregten Gesprächen mit Martine kommen wir erst am späteren
Nachmittag zurück nach Essaouira … gerade noch rechtzeitig, um ein
paar Fotos vom Fischmarkt, meinen Möven und natürlich vom Sonnenuntergang
zu machen. |
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Am
Abend ist dann wieder Medina und Geschenke kaufen angesagt und
nach einem leckeren Essen gehen wir rasch zu Bett, da wir am nächsten
Morgen früh aus den Federn müssen. Wir haben einen langen Weg
bis Mèknes vor uns.
Dienstag,
18. Januar 2011 .........................
...................................... .....................................
................................ . . . . .. . Um 7h30 fahren
wir – noch ziemlich verschlafen – mit unserer kleinen Habiba in
Essaouira los. Zurück nach Marrakesch und dann weiter Richtung
Rabat und Salé, wo wir uns natürlich prompt masslos verfahren.
Irgendwie ist Rabat eine einzige Baustelle und als wir dann sogar
mit dem Auto mitten durch den Souk fahren, ist auch mir klar,
dass ich polizeiliche Hilfe brauche, um aus dem Chaos wieder herauszufinden.
Aber zum Glück steht in Marokko an jeder Kreuzung mindestens ein
Polizist und so sind wir eine Stunde später glücklich auf der
Schnellstrasse nach Mèknes. Eine wunderschöne Fahrt mit vielen
Eindrücken (die ich leider beim Autofahren nicht mit der Kamera
festhalten kann). Um etwa 15h00 kommen wir müde in Mèknes an …
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…
und dann geht die müssige Suche nach dem "Boulevard Mohammed
V" los. Auch in Mèknes herrscht das komplette Verkehrs-Chaos
und wir müssen uns durchfragen. Eine knappe Stunde später sind
wir dann endlich im Hotel und wollen uns ausruhen … Pech gehabt!
Knapp 15 Minuten später stehen auch schon Henry und Abdel vor
dem Hotel und wollen mit uns die gekauften Pferde anschauen gehen.
Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen!
Unser
Quarantäne-Stall liegt etwas ausserhalb Mèknes und heisst "die
Hoffnung", was irgendwie passt, weil er für die Pferde definitiv
die Hoffnung auf ein besseres Leben darstellt. Er besteht aus
2 grossen Ställen und einem Innenhof, wo wir die Tiere laufen
lassen können. Dieser Stall wird für ca. 2 Monate das Zuhause
aller gekauften Pferde. Für die meisten Pferde ist es das erste
Mal, dass sie nicht arbeiten müssen und genügend Futter bekommen.
Natürlich
stelle ich Euch jetzt auch endlich mal unsere Freunde vor: .......................................
................................ .................. . . Henry
ist langjähriger, erfahrener Berberzüchter aus Frankreich
und importiert regelmässig Pferde aus Marokko. Abdel ist eigentlich
Anwalt, kümmert sich aber um unsere Pferde in Mèknes und organisiert
den ganzen Papierkram des Imports. Abdelkader ist unser Stallbursche
und versorgt die Pferde während der Quarantäne.
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So,
und jetzt stelle ich Euch erstmal die gekauften Pferde vor …
Safira
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..................................... ..................................
.............................. .. . . . . Safira ist 3-jährig,
hat jede Menge Temperament und sieht wunderschön aus! Sie wird
erst einmal zu Henry nach Frankreich fahren ... Safira ist bereits
reserviert ...
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Safina
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.............. .. . . . . . . Henry’s bildschöne Gazelle!
Safina ist 3-jährig und bringt alles mit, was ein gutes Distanzpferd
ausmacht … Wenn sie läuft, hat man das Gefühl als würde
sie schweben! Sie steht bei Henry in Frankreich zum Verkauf ...
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| Sephora
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. . . . . . . . . . Sephora ist ein richtiges Schlitzohr.
Sie ist 4-jährig, spielt gerne und wird sicher einmal ein geniales
Reitpferd. Auch Sephora geht vorerst nach Frankreich zu Henry und
steht dort zum Verkauf ... |
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Und
nun zeige ich Euch die Pferde, die zu mir kommen werden ...
Ouzoud
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................... . . . . . . . . Mein wunderschöner,
sanfter Ouzoud! Ein richtiger Prachtskerl von einem Hengst … auch
charkterlich. Pascale und ich werden ihn als Zuchthengst behalten.
Vorerst wird er für ein Jahr in Frankreich zur Ausbildung
bleiben. Dann werden wir ihn ankören lassen …
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| Ourika
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......................... .................. ...................
................ ....... . . . . . . Ourika ist liebenswert,
ganggewaltig und hat Töltveranlagung. Ausserdem hat sie einen sehr
klar definierten Berber-Typ der Bergregion. Ourika ist eine Lobo-Dun
und im Sommer wird ihre Fellfarbe wunderschön sein. Sie kommt
zu mir und wird nach ihrer Ausbildung zum Verkauf stehen … |
| Temara
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.......................... . . . . . . . . . Temara sollte
ja bereits beim letzen Mal importiert werden und musste wegen eines
Formfehlers in Marokko bleiben. Jetzt sieht sie aus wie eine "Schweizerin",
wohlgenährt und mit viel Winterpelz … Temara ist liebenswert, gangstark
und kommt ebenfalls zu mir. Sie ist bereits reserviert und ich freue
mich, dass sie zu einem so tollen und erfahrenen Pferdemenschen
kommt! |
| Hanouna
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......................... .............................. ................................
................ . . . . . . Hanouna ist einfach nur genial.
Sie erinnert mich sehr an meine Cremello Phassila und wird bestimmt
genauso schön, wenn sie einmal etwas konditioniert ist. Ausserdem
ist Hanouna sehr verschmust und anhänglich und hat super schöne
Gänge (trotz der schweren Hufeisen). Hanouna's Besitzer war wohl
sehr gut zu ihr, aber angesichts ihres körperlichen Zustands
eher arm. Ich freue mich zu sehen, wie sie sich bei uns entwickeln
wird. |
| Ramsès
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. . . . . . . . Mein temperamentvoller, ungeduldiger und
doch super liebenswerter Ramsès! Er ist einfach nur genial; verspielt,
intelligent, aufmerksam und wunderschön. An Ramsès kann man
nicht vorbeigehen, ohne ihn zu bemerken. Er ist ein wunderbarer
Hengst zum Reiten und Arbeiten. Ramsès kommt zu mir und steht zum
Verkauf (allenfalls auch kastriert) … |
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Dann
sind da natürlich auch noch die Pferde, die wir von Martine übernommen
haben und die kurz vor unserer Ankunft in Mèknes eingetroffen
sind. Die Gruppe (die sind wirklich wie eine Familie) steht in
einem separaten Stall. Alle Pferde von Martine werden zu mir kommen
und wir werden sie hier aufpäppeln und ausbilden. Danach suchen
wir gute Plätze in der Schweiz für sie. Hier
die Stuten und Stutfohlen …
Anees
mit der kleinen Wafae .............................
............................. .............................. ..............................
. . . . . . . . . . . Anees ist eine äusserst liebenswerte
und sanfte Stute mit weichen Gängen und viel Ausdruck. Ihre
kleine Tochter haben wir Wafae getauft, was "die Treue"
bedeutet. Sie wird bestimmt einmal bildschön. Im Moment ist Wafae
allerdings noch etwas scheu. Anees ist – wie in Marokko üblich
– bereits wieder tragend und sollte bald einmal abfohlen. Ich
bin gespannt auf ihr Fohlen und hoffe, dass sie noch wartet mit
dem Abfohlen bis sie bei mir ist.
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| Zabee
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................... . . . . . . Zabee hat - bevor sie zu
Martine kam - sehr jung bereits das totale Elend erlebt und wäre
beinahe verhungert. Mittlerweile hat sie sich super entwickelt und
ist auch charakterlich stark geworden. Zabee erwartet nun bald ihr
Fohlen … Mal sehen, ob sie noch wartet mit abfohlen, bis sie bei
mir ist … Ich mag Zabee's typvollen und ausdrucksstarken Kopf und
ihre weichen Bewegungen! |
| Noomi
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.............................. . . . . Die kleine Noomi ist
mein Favorit! Sie ist zurückhaltend und noch etwas scheu, aber sehr
neugierig, verspielt, mit viel Ausdruck und schönen Gängen.
Ich bin sicher, sie wird einmal eine bildschöne Berberin! Ich bin
gespannt, wie sie sich entwickelt bei mir … |
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…
und nun die Hengste von Martine, die ich nach ihrer Ankunft in
der Schweiz kastrieren lassen werde. Nach ihrer Ausbildung stehen
auch die 4 Jungs zum Verkauf ...
Murad
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................................. ............ . . . . . Murad
ist ein hübscher, gut gebauter Hengst mit schönem, typvollem Kopf.
Auf seine körperliche Grösse bezogen ist Murad klein,
aber er ist ein ganz Grosser in Bezug auf sein Wesen! Er ist geduldig,
liebenwert, ruhig, umgänglich, ehrlich und treu … alles Charakterzüge,
die ich am Berber mag und im Umgang mit ihm sehr schätze.
Ich freue mich schon, mit Murad zu arbeiten …
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| Djibril
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.................. . . . Djibril ist schön … und er weiss
es! Er hat raumgreifende, weiche Gänge, ist kompakt gebaut mit schöner
Oberlinie und er hat viel Ausdruck. Ausserdem ist er einfach im
Ungang, liebenswert, verspielt und lernt schnell. Djibril wird sicher
später ein geniales Freizeitpferd. |
| Bhanu
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.. . . . . . . . . Bhanu mit seiner langen Mähne ist ein
Blickfang. Bhanu hat den typischen Berber-Charakter … manchmal ein
bisschen kopfig, aber dafür überhaupt nicht hitzig oder gestresst.
Bhanu hat vor nichts Angst und macht bei der Arbeit gut mit. Ich
bin sicher, er wird mit ein bisschen Training ein tolles Reitpferd.
Bhanu ist bereits reserviert … |
| Binjamin
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........................ . . . . . . Binjamin, der jüngste
der Hengste ist mit seinen 3 Jahren noch ein richtiges Baby. Er
ist scheu, aber interessiert und lernt wirklich super schnell. In
nur 2 Tagen hat er die Longe kennen gelernt und hat richtig gut
mitgearbeitet. Ausserdem wird Binjamin einmal ein richtig schönes
Pferd, hat Ausstrahlung, geniale Gänge und ein schön kompaktes
Gebäude! |
| Der
restliche Nachmittag vergeht schnell mit fotografieren und arbeiten
mit den neuen Pferden. Isa hat sich sofort mit Binjamin angefreundet
und bringt ihm das Longieren bei. Erstaunlicherweise lernt der kleine
Wildfang ohne jegliche Ausbildung sehr schnell und macht freudig
mit. |
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Müde,
aber zufrieden gehen wir alle zusammen noch schnell etwas essen
und legen uns bald hin, weil wir am nächsten Morgen früh auf den
Souk in Mèknes wollen.
Mittwoch,
19. Januar 2011 .....................................
.................................. ...................................
............................ . . . . . Um 7h00 ist Tagwacht
und wir machen und mit Abdel und Henry auf zum Souk (Viehmarkt)
in Mèknes. Der Souk in Mèknes ist klein, aber manchmal findet
man auch dort ein Pferd, das einem gefällt. Eigentlich gehe ich
nicht gerne auf Souks, weil mir das ganze Elend der Tiere dort
zu sehr unter die Haut geht … aber es hilft mir auch, meine importierten
Pferde in ihrem anfänglichen Verhalten zu verstehen, weil ich
dann weiss, was sie schon alles Schlimmes erlebt haben und worauf
ich bei meiner Arbeit mit ihnen achten muss. Hier ein paar Bilder
des Souks *unzensuriert und ohne Worte* …
|
| Ich
habe einen hübschen jungen Rapphengst und ein Schimmel-Hengstfohlen
entdeckt … leider können wir keine Hengste mehr mitnehmen dieses
Mal. Und Isa hat sich unsterblich in eine braune Stute mit lustigen
Flecken im Gesicht verliebt. Leider hat sie mir nichts davon erzählt,
denn eine Stute mehr hätten wir auch noch mitnehmen können. |
|
Nach
dem Souk im Hotelzimmer wird mir erst klar, dass es Isa ernst
ist mit der Stute. Also fahren wir mit unseren Begleitern zurück
zum Souk, um nach der Stute zu suchen. Leider ohne Erfolg, obwohl
uns der halbe Souk beim Suchen mithilft. Aber Abdel wird in den
nächsten Wochen versuchen, die Stute ausfindig zu machen
und zu kaufen. Ich hoffe für Isa, dass er sie findet!
Der
Nachmittag gehört dann wieder unseren Pferden. Isa und ich profitieren
davon, um die Pferde zu fotografieren, die zu mir kommen und natürlich
auch ein bisschen mit ihnen zu arbeiten, um sie kennen zu lernen.
Dann überlassen wir die Pferde Abdelkader, der sie noch putzen
und waschen muss für die Rassenkommission am nächsten Tag.
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Beim
Nachtessen ruft uns noch ein Bekannter an, der irgendwo in den
marokkanischen Bergen eine Cremello-Stute gefunden hat. Wir bitten
ihn, die Stute bis zum nächsten Morgen nach Mèknes zu bringen,
da Henry noch nach einer Cremello gesucht hat.
Donnerstag,
20. Januar 2011 .............................
........................... ............................... ...............................
............. . . . . Abdelkader verlädt die Pferde bereits
frühmorgens und Henry, Abdel, Isa und ich gehen direkt zum Staatsgestüt
in Mèknes, wo demnächst die kleine Cremello-Stute ankommen soll.
Angekommen stellen wir fest, dass es keine Cremello, sondern eine
Sabino maximum ist. Henry ist unzufrieden, aber ich entscheide,
dass wir die Kleine auf keinen Fall wieder 7 Stunden auf dem Pickup
in die Berge zurückschicken. Also wird Hanouna ausgeladen (auf
marokkanische Art) und wir lassen das ausgehungerte Tier etwas
Gras fressen. Erstaunlicherweise ist sie zwar mager, aber total
zutraulich. Ihr Besitzer muss gut zu ihr gewesen sein. Ich habe
mich sofort in die Süsse verliebt und mit dem grünen Schweizer-Halfter
sieht sie zum Knutschen aus. Natürlich werde ich versuchen, auch
noch Hanouna in die Schweiz zu nehmen …
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| Um
etwa 08h00 trifft dann auch der LKW mit unseren Pferden ein und
wir laden die Tiere aus und binden sie an. Wir haben Ramsès, Ouzoud,
Sephora, Djibril, Ourika und Hanouna dabei. Kurz danach geht's auch
schon los mit Vermessen, Alter bestimmen und Chip kontrollieren.
Nach dieser Prozedur kommt der Richter und die Pferde werden bewertet.
Ein langwieriges Prozedere, aber wie man uns mitteilt, bekommen
all unsere Pferde OMCB-Papiere, mit Ausnahme von Hanouna, die eben
wirklich noch nicht gut genug aussieht. Zu unserem grossen Erstaunen
wird dann später aber nochmals alles geändert und nur noch 2 unserer
vorgeführten Pferde haben OMCB-Papiere. Warum auch immer … in Marokko
weiss man nie! Zuwenig Bakschisch, Kopf des Kunden passt nicht …?
Henry ist enttäuscht. Mir ist es eigentlich egal, ob ein Pferd OMCB-Papiere
hat oder nicht … mir liegt mehr an einem typvollen Exterieur und
einem guten Charakter. |
| Während
der ewig langen Prozedur ist Abdel dauernd am Pferde füttern … ein
untypischer Marokkaner, der sich ehrlich um die Tiere sorgt und
sehr liebevoll mit ihnen umgeht. Er hat mir auch schon ein paar
wirklich gute Pferde gefunden, wie z.B. Malak, meine Brindle-Zuchtstute.
Ich bin froh zu wissen, dass er während der ganzen Quarantäne
bei unseren Pferden ist und zu ihnen schaut! |
|
Anschliessend
trinke ich noch einen leckeren Absynth-Tee auf Einladung des Direktors
des Staatsgestüts. Um uns etwas aufzumuntern gehen wir dann in
die Medina von Mèknes zum Geschenke kaufen … ein Wirrwarr von
kleinen Gassen und Strässchen. Ohne Begleitung hätte ich mich
sicher verlaufen.
Nach
einem guten Glas Wein und einem leckeren Abendessen machen wir
uns dann auf in unser eiskaltes Zimmer (Heizung aus wegen Sparmassnahmen)
und legen uns mit unseren mittlerweile 4 Decken müde ins Bett.
Freitag,
21. Januar 2011 ...............................
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.............................. ............... . . . . . Endlich
können wir ein wenig ausschlafen! Dann geht's wieder zu den Pferden
in den Stall. Wir haben immer noch nicht alle Pferde fertig fotografiert
und das Licht ist besser als am Abend. Hanouna ist jetzt geputzt,
entwurmt, ihre Augen sind behandelt und ihre Kratzer vom langen
Transport sind verarztet. Sie ist bereit für den Fototermin …
|
|
Danach
gehen wir zu Abdel’s Schwester zum Mittagessen. Es gibt leckeren
Couscous mit Huhn und Gemüse! Abdels Mutter kann wirklich sehr
gut kochen.
Um
16h00 müssen Isa und ich dann los. Der Direktor hat uns eingeladen,
das Staatsgestüt zu besichtigen und zeigt uns ein paar seiner
Deckhengste ... Der Fuchst ist ein Araber, der Rappe und der Silberschimmel
sind reine Berber und der Apfelschimmel sowie der Graue sind Araber-Berber.
Die Hengste sind schön (vor allem der Apfelschimmel gefällt mir
gut, da sein Berbertyp ausgeprägt ist, obwohl er ein Araber-Berber
ist), für meinen Geschmack allerdings etwas zu gut genährt ...
Es
ist sehr interessant zu sehen, mit welchen Pferden im Staatsgestüt
Mèknes gezüchtet wird. Zum Dank für seine Gastfreundschaft laden
wir den Direktor dann noch zum Abendessen in ein italienisches
Restaurant ein.
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Spät
am Abend so gegen 23h00 checken wir dann endlich aus und fahren
los nach Settat. Henry und Abdel sind bereits vorgefahren und
haben das Hotelzimmer in Settat reserviert. Was für eine Odyssee,
um von Mèknes Innenstadt die Autobahn zu finden. Meine verzweifelte
Suche dauert etwa eine Stunde … aber dann sind wir endlich richtig
und fahren auf die Autobahn Richtung Settat.
Schon
tagsüber sind die marokkanischen Autobahnen eine Herausforderung
(Schlaglöcher, offene Schächte, Tiere, Menschen ...), aber nachts
wird’s wirklich hart. Ich fahre nur langsam und immer schön auf
dem Mittelstreifen, um notfalls nach links und rechts ausweichen
zu können, wenn mal wieder etwas Lebendiges über die Strasse läuft.
Um 03h30 kommen wir hundemüde und ich total gestresst in Settat
an. Schnell ein paar Stunden Schlaf nehmen, bevor wir wieder aufstehen
müssen.
Samstag,
22. Januar 2011 .............................................
........................................... ..........................................
........ . . . Noch völlig schlaftrunken höre ich Henry
um 07h30 gegen unsere Zimmertür klopfen. Also schnell aufstehen,
denn der Souk beginnt früh! Kurz darauf sind wir auch schon unterwegs
zum Souk von Settat, der wesentlich grösser ist als derjenige
von Mèknes. Ich bin gespannt, ob wir vielleicht noch die eine
oder andere Stute für unser Lot finden. Hier ein paar Bilder vom
Souk …
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| Ein
junger Mann stellt uns seinen bildschönen braunen Hengst vor. Auch
das gibt es: ein netter Besitzer, der richtig anständig mit seinem
noch netteren Hengst umgeht. Schön, dass es auch so etwas gibt auf
dem Souk neben der leider alltäglichen Schlägerei und Quälerei
der meisten Pferdeverkäufer hier. |
| Auch
ein Stutfohlen erregt meine Aufmerksamkeit. Wäre sie 1 Jahr älter,
hätte ich sie bestimmt gekauft. Aber sie ist zum jung zum Import.
Vielleicht treffe ich sie später mal wieder und kaufe sie dann,
denn mit ihrem schlitzohrigen Besitzer arbeiten wir regelmässig
zusammen. Henry erspäht einen schönen Schimmelhengst (leider
auch ein Hengst und keine Stute). Dann finde ich noch eine braune,
schöne Stute mit Papieren. Der Besitzer lässt allerdings nicht mit
sich verhandeln und wir lassen sie dort. Und dann ist da noch ein
anderer Hengst mit komischer Farbe (irgendwie farblich wie ein Palomino
aber mit dreifarbiger Mähne und Flecken). |
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Der
Stand mit den Schlachtpferden. Hart, aber irgendwie hat so ihr
elendes Leben wenigstens ein Ende und sie müssen nicht mehr leiden.
Auch sonst sieht man allerhand auf dem Souk … und plötzlich ist
Henry mitten in Verhandlungen mit dem Besitzer von 3 kleinen Dromedaren.
Die kleinen sollen je Dh 5'000 kosten, also je ca. 500 Euro.
Nachdem
wir unseren Tee getrunken haben, gehen wir dann frühstücken (obwohl
mir nach dem Stress des Souks nicht wirklich danach ist). Bald
darauf müssen wir uns auf den Weg in Richtung Flughafen machen
und verabschieden uns von Abdel und Henry. Es ist immer wieder
schön, ein paar Tage mit diesen beiden lieben Freunden zu verbringen
und wir wären gerne noch ein paar Tage länger geblieben.
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| Auf
dem Weg zum Flughafen haben wir dann wirklich noch unheimliches
Glück. Plötzlich wird die Autobahn gesperrt und wir dürfen zwar
durchfahren, aber alle anderen Autos werden von der Autobahn umgeleitet.
Noch bevor wir uns wirklich fragen können, was eigentlich los ist,
sehen wir massenweise Menschen mit Königs-Plakaten am Strassenrand
stehen, Polizisten überall … und dann kommen die Fantasia-Reiter.
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| Isa
hat noch nie Fantasia-Reiter gesehen und freut sich natürlich sehr
über dieses Ereignis. Bis zum Flughafen setzt sich die Kolonne der
Reiter fort und ich denke es sind mehr als 250 Reiter mit ihren
reich geschmückten Fantasia-Hengsten. Natürlich passieren da auch
ein paar "Unfälle" ... *smile*! |
| Durch
Nachfragen bei den Reitern erfahren wir, dass der "König von
Saudi-Arabien" sich mit dem König von Marokko trifft. Ein seltenes
Glück, so viele Reiter auf einmal zu sehen … |
| Auch
ein paar für die Region von Mogador typische Pferde sind dabei.
Es handelt sich dabei um eine Kreuzung aus Berber x Kaltblut, die
wegen ihrer imposanten Erscheinung gerne bei Fantasia's geritten
werden. |
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Endlich
kommen wir dann in Casablanca am Flughafen an und treten bald
schon unseren Heimflug an, der auch reibungslos abläuft (mal abgesehen
davon, dass ein Teil unseres Gepäcks in Casablanca geblieben ist).
So, das war’s … Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Eindruck
unserer Arbeit für die Pferde in Marokko vermitteln. Mehr davon
gibt es, wenn die Pferde dann im März bei uns eintreffen.
Natürlich
könnt Ihr die Pferde nach ihrer Ankunft auf unserem Hof gerne
besuchen kommen! Tschüss und bis bald ...
Daniela
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