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Endlich
ist der grosse Tag für unseren Nachwuchs-Zuchthengst Rifaï
Arîj El Fouad da: das OMCB-Championat mit Körung in
Dillenburg, Deutschland! Am 27.08.2010 um 24h00 beladen wir unseren
LKW - den uns meine Freundin Pascale geliehen hat -, packen Rifaï
ein und treten die lange Reise zum Hessischen Landgestüt in Dillenburg
an. Wir, das sind Lara, meine Praktikantin Fränzi, meine Freundin
Nora und ich selbst. Nach 9 Stunden Fahrt, während denen mich
Nora dauernd wach halten musste, kommen wir am Morgen endlich
müde aber gesund in Dillenburg an. Wir laden aus und suchen schon
mal Rifaï's Box und die Anmeldung. Beides ist schnell gefunden
und Rifaï und Lara haben etwas Zeit, sich auszuruhen, bevor das
Championat der Hengste ab 5-jährig beginnt.
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| Kurze
Zeit später beginnt Lara, Rifaï etwas vorzubereiten, an Lärm und
Leute zu gewöhnen und zu longieren. Der "Kleine" macht super mit
und benimmt sich trotz Trubel, anderen Pferden und fremder Umgebung
gut. |
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Jetzt
wird's ernst … das Championat der Araber-Berber Hengste ab 5-jährig
beginnt und Lara und Rifaï machen sich hübsch für die Richter!
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Die
Klasse der Araber-Berber ab 5-jährig. Die Konkurrenz ist
gut, was mich freut!
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Die
Hengste müssen sich vor die Richter stellen und ruhig begutachten
lassen, dann 2 x im Schritt und 2 x im Trab an der Hand um das
Dreieck gehen, was bei aufgeregten Hengsten vor allem im Trab
für die Führperson nicht einfach ist, da auf der Aussenseite geführt
werden muss.
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| Gerade
als Rifaï an der Reihe ist, beginnt es stark zu regnen und natürlich
will unser wasserscheuer Hengst jetzt nicht mehr stillstehen. Die
Richter verstecken sich hinter ihren Regenschirmen und die Vorführung
wird unterbrochen. Rifaï sieht man seinen Unmut über das Regenwetter
deutlich an und auch Lara ist total durchnässt. |
| Wir
sind etwas enttäuscht, weil Rifaï nicht die gleichen Bedingungen
hatte wie die im Trockenen gelaufenen Hengste und auf Nachfrage
dürfen die 3 verregneten Hengste bei Sonnenschein nochmals vorgeführt
werden. Bei wieder schönem Wetter benimmt sich Rifaï auch wieder
richtig gut, kann stillstehen vor dem Richter und trabt munter und
gelöst mit Lara um das Dreieck. Alles in Allem eine gelungene
Vorführung, die Lara und Rifaï jetzt bieten. |
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Ich
bin so müde von der anstrengenden Anreise, dass ich nicht einmal
mitbekomme, dass die Richter von hinten anfangen, die Hengste
zu bewerten und Nora muss mich erst darauf hinweisen, dass am
Schluss nur noch 2 Hengste im Ring sind … einer davon ist Rifaï!
Wenig später ist klar: Rifaï Arîj El Fouad hat das OMCB-Championat
der Araber-Berber Hengste ab 5-jährig gewonnen und darf jetzt
den Titel "Supreme Champion" tragen!
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Lara
ist überglücklich und auch wir freuen uns wie die kleinen Kinder
über diesen Erfolg, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe
(Rifaï ist ja erst 5-jährig). Schon jetzt hat sich für uns
die Reise nach Dillenburg gelohnt.
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| Nachdem
wir uns ein bisschen beruhigt haben, stellen wir Rifaï wieder zurück
in seine Box, damit er sich etwas ausruhen kann. Vielleicht sollten
wir für Lara auch gleich eine Box herrichten *smile*. Natürlich
wird Rifaï jetzt von allen Seiten verwöhnt … |
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Wenig
später muss Lara Rifaï wieder auf den Platz bringen. Nachdem
alle Championats-Klassen bewertet wurden, wird aus den 4 bestbenoteten
Pferden (je 1 Araber-Berber Hengst, 1 Araber-Berber Stute, 1 Berber
Hengst und 1 Berber Stute) das beste Pferd pro Rasse ausgewählt,
also je 1 Araber-Berber und 1 Berber. Dieses Pferd bekommt den
Titel "Internationaler OMCB-Champion 2010" und erhält
den "Grand Prix de l'OMCB".
Völlig
aus dem Häuschen vor Freude über die gute Benotung unseres
Hengstes gehen wir mit unserem Klassensieger erneut auf den Platz.
Wieder sehen Lara und Rifaï wunderschön aus. Lara schaut sich
neugierig um, wer denn ihre Konkurrentin sein könnte. Es ist das
bildschöne, verspielte Jährlings-Stutfohlen, das uns bereits
am Morgen super gut gefallen hat ... also eine ernstzunehmende
Konkurrenz für Rifaï.
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Deshalb
ist unsere Freude auch umso grösser, als uns die Richter bekannt
geben, dass Rifaï den "Grand Prix de l'OMCB" der Rasse Araber-Berber
gewonnen hat! Lara hat von nun an ein Dauergrinsen im Gesicht
und wir alle haben unsere Müdigkeit von einem Moment zum anderen
vergessen. Natürlich müssen wir jetzt posieren mit Richtern, Verantwortlichen
und der schönen Siegerstute der Rasse Berber.
Endlich
können wir uns etwas "auf unseren Lorbeeren" ausruhen
und ein bisschen chillen … oder die, welche keine Ruhe finden
und wie Lara Energie ohne Ende haben ... Sättel ausprobieren.
*smile*
Nach
einem guten marokkanischen Buffet mit leckerem Wein und netten
Gesprächen mit den anderen Teilnehmern gehen wir dann auch bald
in unseren LKW zum Schlafen, da ja am nächsten Mittag bereits
die Körung ansteht, die für mich persönlich als Züchterin das
Wichtigste an dem Anlass ist.
Erstaunlich
gut ausgeschlafen geht's am Sonntagmorgen um 07h00 bereits wieder
los. Lara will Rifaï in der Halle etwas abreiten … und ich kann
in dieser Zeit seine Box misten. Danach haben wir ein bisschen
Zeit, uns die Vorführungen und die anderen Pferde anzusehen.
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| Etwa
um Mittag muss Rifaï zur Körung in die Halle. Erst ist Freilauf
angesagt. Rifaï sieht zum ersten Mal einen Spiegel und ist total
fasziniert. Dann muss er einige Runden im Schritt, Trab und Galopp
gehen, damit die Richter seine Gänge beurteilen können. |
| Danach
muss er wieder - wie am Tag zuvor - vor den Richtern posieren und
wird gründlich begutachtet. Dann wieder an der Hand im Schritt und
im Trab um das Viereck gehen und wieder vor die Richter treten.
Lara und Rifaï machen ihre Sache sehr gut. |
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Ich
hingegen bin ein nervliches Wrack und Nora muss mich dauernd aufbauen,
bis ich endlich etwa 2 Stunden später den Bericht erhalte, dass
Rifaï mit "gut" angekört wurde. Von da an kann ich mich nur noch
freuen und bin total entspannt.
Die
Anspannung bei Lara steigt, denn sie hat noch die Rittigkeitsprüfung
vor sich und ich nütze die Gelegenheit, das schöne Paar vor
der Halle zu fotografieren (da meine Kamera in der Halle nichts
hergibt).
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| Dann
ist der Moment gekommen und Lara und Rifaï können zeigen, was
sie in den letzten Monaten alles gelernt und wie hart sie zusammen
gearbeitet haben. Ruhig und entspannt reitet Lara mit Rifaï die
verschiedenen Übungen und holt aus dem müden Pferd auf ihre liebevolle
Weise nochmals alles heraus, was die Richter auch positiv bewerten. |
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Gegen
17h00 treten wir dann müde, aber glücklich den langen Heimweg
an, der sich mit genug Glückshormonen im Blut viel einfacher gewältigen
lässt als der Hinweg. Um 02h00 kommen wir gesund wieder zuhause
an und können Rifaï endlich wieder in seinen Stall stellen.
Als
dann alles erledigt ist, können wir endlich das erfolgreiche
Wochenende mit einem Gläschen feiern!
Ich
bin sehr stolz auf meinen Hengst und natürlich vor allem auf Lara,
die ihn in Dillenburg so wunderschön präsentiert hat. Ohne sie
wäre das Ganze wohl nicht so optimal abgelaufen. Vielen Dank Lara!
Auch Nora und Fränzi möchte ich ein grosses Dankeschön aussprechen,
dass sie mich durch ihre Anwesenheit und Hilfe so unterstützt
haben. Vielen Dank auch an Anne und Volkmar für ihre Unterstützung
und die wunderschönen Fotos. Ich bedanke mich auch herzlich
bei Pascale für den genialen LKW, der unsere Reise viel entspannter
gemacht hat.
Und
nicht zuletzt möchte ich dem VFZB ein grosses Lob für
die gelungene Veranstaltung aussprechen und mich herzlich dafür
bedanken, dass wir als Schweizer an der Körung in Dillenburg
teilnehmen durften. Wir hatten viel Spass und werden gerne wieder
kommen!
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