| |
|
|
Der
elegante, sensible und menschenbezogene, 5-jährige Junghengst
Djibril ist am 7. April 2011 bei uns eingetroffen. Er kam ängstlich
und menschenscheu bei uns an. Nach seiner Eingewöhnungszeit
haben wir langsam mit seiner Ausbildung angefangen. Djibril kennt
weder Bodenarbeit noch Gelassenheitstraining und ist noch roh.
Ich werde von jetzt an regelmässig Bilder seiner Entwicklung
auf diese Seite stellen.
|
| 25.
April 2011: 2 Wochen nach Djibril's Ankunft bei uns ... erstes "Sozialisierungs"-Training
... |
| Djibril,
mein absoluter Favorit! Zuerst versuche ich - wie bei Binjamin -
ohne Seil zu arbeiten. Aber schnell merke ich, dass Djibril älter
ist als Binjamin und mich - wohl aus Unsicherheit - frech anmacht.
Er dreht mir den Hintern zu und wartet auf meine Reaktion ... ich
lasse mich nicht lange bitten und nehme mein Seil zur Hand, um ihm
klar zu zeigen, wer hier das Sagen hat. Noch etwas sauer, aber dafür
sofort macht Djibril jetzt mit und lässt sich gut durch meine
Hilfen dirigieren. Laufen, anhalten, wenden ... alles klappt bei
diesem intelligenten jungen Hengst. |
|
Schon
nach kurzer Zeit nimmt Djibril Kontakt zu mir auf und macht jetzt
gelassen und willig bei dieser Übung mit. Auch das Wenden
und Rückwärtsrichten klappt beim ersten Mal problemlos.
Djibril ist sensibel und es ist eine Herausforderung für
mich, ihm weder zuviel noch zuwenig Druck zu machen. Wenn ich
alles richtig mache, reagiert Djibril sehr fein auf jedes Zeichen.
Dieses Pferd ist ein guter Lehrmeister für seinen Ausbildner
*smile*
|
|
Ich
bin positiv überrascht, als Djibril bereits nach kurzer Zeit
zu mir kommt, gähnt und mir seinen Kopf auf Kniehöhe
ans Bein legt. So eine liebenswerte Unterwerfung von einem Hengst
im Flegelalter habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Dann bleibt
er ruhig und zufrieden neben mir stehen und geniesst meine Nähe,
die ihm Sicherheit gibt. Als ich dann loslaufe, kommt Djibril
wie selbstverständlich hinter mir her. Ich bin einfach nur
begeistert von diesem intelligenten und sensiblen Junghengst!
|
|
Nachdem
wir ein paar Runden miteinander gelaufen sind, frage ich nochmals
Rückwärtstreten und Wenden ab. Beides klappt super mit
Djibril und so beende ich Djibril's Training für heute.
|
|
Jetzt
darf auch Djibril ein bisschen mit den Stuten flirten und vor
allem lautstark seine Anwesenheit bekanntgeben. Ich bin total
fasziniert von Djibril und freue mich schon sehr auf weitere Arbeitsstunden
mit ihm.
Nach
dem Motto "nach der Arbeit das Vergnügen" lassen
wir nun die beiden Freunde Djibril und Binjamin noch ein bisschen
miteinander spielen. Achtung! Kriegsführung und Machtgehabe
der Halbstarken *smile* ...
|
|
Djibril
und Binjamin ... zwei Hengste, die sich mögen und schon lange
kennen. Es ist ein wahres Vergnügen, den beiden beim Spielen
zuzusehen, auch wenn's dabei mal etwas ruppig zugeht.
|
|
Herumhetzen,
steigen, beissen, anrempeln ... bei den beiden Halbstarken werden
alle Register gezogen. Und trotzdem sind sie friedlich und lieb
zueinander. Nur als Binjamin sich in Djibril's Schweif verbeisst,
findet es der Ältere dann nicht mehr so lustig! Allerdings
haben die beiden definitiv ihren Spass beim Kräftemessen.
27.
Juni 2011: Anreiten von Djibril ...
|
|
Nach
Djibril's Kastration Mitte Mai 2011, hat er erstmal eine Weide-
und Ruhepause bekommen. Nachdem die Wunde verheilt und Djibril
wieder munter war, haben wir langsam mit Longenarbeit begonnen.
Danach kam beim Longieren spielerisch das Reitpad dazu, was Djibril
überhaupt nicht gestört hat. Dann
ist endlich Djibril's grosser Tag da und meine Praktikantin und
Djibril's Bezugsperson Fränzi möchte zum ersten Mal
versuchen, auf Djibril zu "reiten". Djibril ist sehr
sensibel und ich weiss, dass wir mit ihm keine Fehler machen dürfen.
Deshalb muss alles gut vorbereitet und geübt werden. Djibril
wird also zuerst an Fränzi gewöhnt, die nun auf der
Aufsteighilfe neben ihm steht. Zuerst ist Djibril nicht ganz geheuer,
als Fränzi ihn von oben streichelt. Aber schnell wird er
wieder ruhig und Fränzi kann anfangen, etwas Gewicht auf
seinem Rücken zu simulieren. Natürlich wird unser Kleiner
bei jedem Druck belohnt. Erst als Fränzi sich über ihn
legt, wird Djibril wieder etwas nervös, lässt sich aber
schnell durch Belohnung und Stimme wieder beruhigen.
|
| Als
Fränzi sich dann endlich vorsichtig auf Djibril setzt, passiert
genau das, was ich von Djibril erwartet hatte ... einen Sprung vorwärts,
dann sofort wieder einen zurück und dann abwarten. Sobald Djibril
still steht, wird er von mir belohnt. Zum Glück hat Fränzi
genau das gemacht, was ich ihr gesagt habe, nämlich überhaupt
nichts ... kein Klammern, keine Hilfen, kein Geschrei. So arbeite
ich gerne mit meinen Praktis. Deshalb machen wir solche Sachen immer
zu zweit. Ich sichere, Fränzi sitzt und versucht, nicht runterzufallen
*smile*. |
| Da
Djibril jetzt wieder total ruhig und aufmerksam ist, machen wir
einen Versuch, mit ihm eine Runde zu reiten. Djibril läuft
zwar etwas wackelig, aber gemütlich und ruhig neben mir her.
Ich bin sehr stolz auf unseren Kleinen, der mir hier einmal mehr
zeigt, wie intelligent er ist, wieviel Vertrauen er schon zu uns
aufgebaut hat und wie schnell er sich an neue Situationen gewöhnt
und daraus lernt. |
| Natürlich
wird ein so mutiges "Reitpferd" auch entsprechend belohnt,
was Djibril toll findet. Fränzi ist sehr stolz auf "ihren"
Djibril und er geniesst das Lob und die Streicheleinheiten von Fränzi
sichtlich. Beim zweiten Reitversuch zwei Tage später war Djibril
schon total cool, hat sich kein Stück bewegt beim Aufsteigen
und Fränzi durfte bereits die Zügel führen und ihn
ans Bein gewöhnen. Anhalten und anreiten hat er in kürzester
Zeit gelernt. Ich bin gespannt, wie sich Djibril in der nächsten
Zeit noch entwickelt. |
| |
 |
zurück |
|