 |
Die
Zeit vor Christus - Fortsetzung
Erste
bildliche Darstellungen von Pferden in Nordafrika, von Menschenhand
in die Felswände des Tassili-Massivs in Südalgerien geritzt, stammen
aus der Zeit um 1800 v.Chr. und zeigen gerittene und, nach ägyptischem
Vorbild, vor Streitwagen gespannte Pferde mit massiver Halsung
und runder Kruppe. Obwohl das Pferd in dieser Zeit zur Jagd und
in kriegerischen Auseinandersetzungen geritten wurde, muß man
davon ausgehen, daß gezielte Zucht und Selektion erst erheblich
später einsetzten. Als das Pferd wenig später im gesamten Mittelmeerraum
verbreitet war und genutzt wurde, waren Pferde noch immer begehrte
Tributware und Kriegsbeute, was darauf schließen läßt, daß man
vielerorts mit der Nachzucht der Kriegsrösser in Gefangenschaft
noch seine Schwierigkeiten hatte oder diese einfach zu aufwendig
war. Die Pferde"rassen", die erwähnt wurden, weisen somit auf
jene Gebiete hin, wo die Bevölkerung sich früh auf die Pferdezucht
spezialisiert hatte und mit den Tieren Handel trieb, wie u.a.
die Berberstämme Nordafrikas. Der Grieche Xenophon (430-354 v.
Chr.) berichtet in seinen Werken "Über die Reiterei" und "Über
den Reitobersten" bereits anschaulich von der Abrichtung von Kriegspferden,
jedoch wenig über die Zucht und Aufzucht von Pferden. Diese Werke
sind übrigens die zeitlich ersten Niederschriften über Pferde.
Um zum Berberpferd zurückzukehren, sei angemerkt, daß sich Xenophon
ausgesprochen lobend zu den Afrikanischen Pferden äußert.
Weiter
|